Der Fall Meldung

Günther Pruss aus Kassel guckt jetzt Bundesliga bei Arena. Sein altes Abo bei Premiere hat er gekündigt. Vor Gericht gab der Sender klein bei.

Mehr als zehn Jahre lang war Günther Pruss aus Kassel Kunde bei Premiere. Doch als der Fernsehsender Ende 2005 die Übertragungsrechte für die Bundesliga verlor, wollte er weg von Premiere.

Obwohl sein Vertrag für 43 Euro im Monat noch bis weit ins Jahr 2007 laufen sollte, kündigte Pruss zum Ende der vergangenen Saison.

Doch der Sender machte nicht mit und stellte nur Preissenkungen in Aussicht. Günther Pruss zog daraufhin mit Anwalt Axel Selbert vor das Amtsgericht München. Er fand, der Wegfall der Liga sei ein Kündigungsgrund.

Auf ein Urteil wollte es Premiere nicht ankommen lassen. Der Sender akzeptierte die Kündigung und zahlte auch die Verfahrenskosten – „aus Kulanz“. Günther Pruss schaut jetzt bei dem Konkurrenten Arena die Bundesliga.

Tipp: Premiere und Arena haben sich kürzlich ge­einigt. In fast allen Bundesländern kann die Bundesliga jetzt wieder direkt bei Premiere gebucht werden.

Wer bereits gekündigt und Ärger mit Premiere bekommen hat, findet weiterhin Informationen und Musterschreiben in den Tipps der Meldung: Premiere ohne Bundesligalizenz.

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