Ursachen: Wie entsteht eine Depression?

Stoffwechsel. Eine Depression hat selten nur eine einzige Ursache. Meist führt ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren zur Erkrankung. Während einer Depression ist nach Ansicht vieler Wissenschaftler der Stoffwechsel des Gehirns gestört: Die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin, die für die Übertragung von Signalen zwischen den Nervenzellen verantwortlich sind, sind aus dem Gleichgewicht geraten. Sie sind entweder in zu geringer Konzentration vorhanden oder die Übertragung funktioniert nicht richtig. Hier setzen die meisten antidepressiven Medikamente an.

Veranlagung. Doch neben Stoffwechselstörungen im Gehirn spielen auch eine genetische Veranlagung und Persönlichkeitsfaktoren eine Rolle. So sind viele Menschen mit depressiven Erkrankungen im gesunden Zustand eher leistungsorientiert.

Belastungen. Aber auch psychosoziale Belastungen wie der Verlust des Arbeitsplatzes oder der Verlust einer wichtigen Bezugsperson können eine Depression auslösen. Doch nicht bei allen Patienten gibt es solche Auslöser, manche entwickeln auch ohne erkennbare Belast­ungen eine Depression.

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