Depression: Psycho­therapie online – geht das? Acht Programme im Test

So erkennen Sie seriöse Programme

Inzwischen gibt es eine Fülle von Online­angeboten zu diversen psychischen Leiden. Es ist nicht leicht, schwarze Schafe zu erkennen. Achten Sie darauf, ob Websites seriös erscheinen. Diese sieben Punkte sind wichtig.

  1. Gegen welches psychische Problem soll das Programm helfen – vorbeugend, akut, zur Nach­sorge? Das Einsatz­gebiet sollte konkret sein.
  2. Wer steht hinter dem Angebot? Eine Universität, ein kommerzielles Unternehmen, ausgebildete Psycho­therapeuten? Wer finanziert es? Fehlen trans­parente Informationen?
  3. Wird beschrieben, was Nutzer in dem Programm erwartet? Kommen wissenschaftlich anerkannte Verfahren zum Einsatz wie etwa die kognitive Verhaltens­therapie? Viele Programme nutzen sie.
  4. Werden konkrete klinische Studien genannt, die die Wirk­samkeit des Programms belegen – am besten direkt mit einem Quellen­verweis?
  5. Was soll das Ganze gegebenenfalls für Selbst­zahler kosten?
  6. Ist die Daten­schutz­erklärung leicht auffind­bar und trans­parent? Welche personenbezogenen Daten werden erhoben – auch unnötige?
  7. Bei begleiteten Programmen oder „Video­sprech­stunden“: Wie sind die Behandler qualifiziert? Handelt es sich namentlich um „appro­bierte Psycho­therapeuten“? So dürfen sich nur Ärzte und Psycho­logen – bei Kindern und Jugend­lichen auch Pädagogen – mit einer umfang­reichen Zusatz-Qualifikation in Psycho­therapie nennen.

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