Depot-Vergleich Viele Hundert Euro Depot­kosten sparen

Depot-Vergleich - Viele Hundert Euro Depot­kosten sparen
Im Depot-Vergleich der Stiftung Warentest schneiden Onlinebroker gut ab. © Getty Images / Cavan Images

Mit einem güns­tigen Wert­papierdepot können Sie oft ein paar Hundert Euro im Jahr sparen. Im Vergleich: Depots von 37 Filial­banken, Direkt­banken und Onlinebrokern.

Depot-Vergleich Testergebnisse für 62 Depots im Kosten­ver­gleich

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Inhalt

Das bietet der Depot-Vergleich der Stiftung Warentest

  • Depot­kosten im Über­blick. Unsere Tabellen zeigen die Preise von 25 Filial­banken sowie 12 Direkt­banken und Onlinebrokern für verschiedene Depotgrößen: groß (150 000 Euro; 15 Positionen; vier Orders pro Jahr; Ordergrößen 12 000 Euro und 6 000 Euro), mittel (50 000 Euro; 13 Positionen; 12 Orders pro Jahr; Ordergrößen 2 500 Euro und 6 000 Euro) und klein 12 000 Euro, eine Position, eine Order pro Jahr, Ordergröße 2 500 Euro). So finden Sie die für Sie güns­tigsten Banken auf einen Blick.
  • Beratung bei der Auswahl. Wir erklären für verschiedene Anleger­typen, welches Depot für sie das richtige ist. Sie erfahren, wie die unterschiedlichen Preismodelle funk­tionieren, welches für Sie am güns­tigsten ist und bei welchen Banken Sie ETF-Sparpläne abschließen können.
  • Wunsch­depot finden. Mit unserem Kalkulations­tool können Sie unter 37 Angeboten das Onlinedepot finden, das für Ihre individuellen Ansprüche am güns­tigsten ist.
  • Spar-Tipps. Wir sagen, was Sie beim Wechsel der Depot­bank steuerlich beachten sollten. Anlegern, die ihr Depot behalten wollen, geben wir Tipps, wie sie ohne großen Aufwand Geld sparen können.
  • Heft-PDF. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf die PDF zum Testbericht aus Finanztest 12/2021 und zu unserem Special Depot­wechsel aus Finanztest 3/2019.

Kostenmodelle: Flatfee ist am trans­parentesten

Die meisten Banken und Online-Broker erheben die Kosten für den Wert­papierkauf und -verkauf prozentual auf den Order­wert, manche arbeiten mit gestaffelten Preisen. Anle­gerinnen und Anleger sollten dabei genau hinschauen und vor allem auf Mindest- und Höchst­preise achten.

Bei den Order­kosten ist die sogenannte Flatfee die trans­parenteste Lösung. Dann zahlt man unabhängig von der Ordergröße stets den gleichen Betrag. Beim preisgüns­tigsten Anbieter im Test sind Wertpapier­orders über den Handels­platz Xetra schon für pauschal 4 Euro zuzüglich geringer Fremd­spesen möglich.

Einfach ein Onlinedepot eröffnen

Antrag. Filial­kunden können bei ihrer Bank oder Sparkasse die Eröff­nung eines Onlinedepots beantragen. Wer Wert­papiere lieber bei Direkt­banken und Onlinebrokern lagern will, lädt das Formular zur Konto­eröff­nung von der Internetseite des gewählten Anbieters herunter und füllt es aus. Bevor es losgeht, muss das Institut nur noch die Identität des Neukunden prüfen, etwa per Postident.

Postident-Verfahren. Neukunden legen Personal­ausweis oder Reisepass sowie das Postident-Formular der Direkt­bank dem Mitarbeiter einer Post­filiale vor. Der bestätigt ihre Identität gegen­über dem Anbieter. Einige Tage später erhalten Kunden per Post alle Dokumente und Daten fürs Onlinedepot.

Videoident-Verfahren. Mitt­lerweile bieten die meisten Broker und Banken neben dem Post- auch ein Videoident-Verfahren an. Per Video­chat können sich Kunden von zu Hause aus legitimieren. Das dauert etwa zehn Minuten. Kunden brauchen dafür ihren Ausweis oder Reisepass, einen Computer oder Tablet-PC mit Webcam und Mikrofon oder ein Smartphone mit Video­funk­tion und eine Internet­verbindung.

Wo finde ich Test­ergeb­nisse zu Neobrokern?

Sogenannte Neobroker oder Smartphone-Broker wie Trade Republic oder Just­trade sind im aktuellen Depot­kosten-Vergleich (2021) der Stiftung Warentest nicht vertreten, weil sie sich nicht nach unserem bewährten Testdesign bewerten lassen. Unser Test von Wert­papierdepots stützt sich auf die Konditionen und Depot­gebühren beim Handel über Xetra, den mit Abstand wichtigsten deutschen Börsen­platz. Eine weitere Bedingung für die Aufnahme in die Unter­suchung ist das Angebot von mindestens vier Partner-Börsen. Bei Neobrokern sind bislang wenige Börsenplätze ange­schlossen. Xetra-Handel ist nur bei Scalable Capital möglich.

Das muss kein Nachteil sein, wenn Anleger sich ohnehin nur bekannte Wert­papiere ins Depot legen wollen. In einem Vergleichs­test passen die Neobroker aber nicht zu „Voll­sortimentern“, die neben Xetra auch alle ­deutschen Regional- und mehrere Auslands­bör­sen anbieten. Was diese jungen Anbieter auszeichnet und für welche Anleger sie sich eignen, verraten wir in unserem Test von Neobrokern. Dort finden Sie auch eine Tabelle mit den wichtigsten Konditionen und Leistungen.

So klappt der Depot­wechsel

Antrag. Sie stellen einen Antrag beim neuen Depotanbieter. Er kümmert sich um den Umzug Ihrer Wert­papiere. Wechseln Sie zu einer Direkt­bank, müssen Sie Ihre Identität bestätigen lassen, etwa per Videoident-Verfahren.

Sperr­zeit. Beachten Sie, dass Sie in der Wechsel­phase oft über mehrere Tage oder gar Wochen hinweg keine Wert­papiere verkaufen können.

Fonds­bruch­teile. Bruch­teile an Investmentfonds lassen sich nicht ins neue Depot über­tragen. Geben Sie sie an die Fonds­gesell­schaft zurück. Ist das nicht möglich, beauftragen Sie die Depot­bank mit dem Verkauf. ETF-Bruch­teile, die über einen Sparplan erworben wurden, können Sie in der Regel über eine Order veräußern.

Bestands­schutz. Prüfen Sie, ob der Kauf­zeit­punkt der Wert­papiere korrekt über­tragen wird. Bei Käufen vor dem 1. Januar 2009 müssen Sie keine Abgeltung­steuer auf Kurs­gewinne zahlen – auch nach dem Depot­wechsel. Für Fonds, die Sie vor 2009 ange­schafft haben, sind Kurs­gewinne, die ab 1. Januar 2018 erzielt werden, bis zu 100 000 Euro pro Person steuerfrei.

Verlust­über­trag. Verluste aus Börsen­geschäften lassen sich mit künftigen Gewinnen verrechnen. Das spart Abgeltung­steuer. Um davon zu profitieren, müssen Sie bei der alten Bank einen Verlust­über­trag beantragen.

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