Check­liste: Darauf sollten Sie beim Depot­wechsel achten

  • Depot­über­trag. Die Über­tragung Ihres Wert­papierdepots zu einem anderen Anbieter ist kostenlos. Um die Formalien kümmert sich in der Regel Ihre neue Bank. Es lohnt sich, auf Sonder­aktionen zu achten, denn Direkt­banken locken Neukunden immer mal wieder mit Prämien oder kostenlosen Orders.
  • Umfeld. Bei der Wahl der neuen Bank sollten Sie sich auch das Depot­umfeld anschauen. Ein gut verzinstes Verrechnungs­konto bringt zusätzliche Rendite. Bei Direkt­banken spielt auch die Gestaltung und die Benutzerfreundlich­keit ihres Internet­auftritts eine große Rolle. Sie können die Funk­tionen meist unver­bindlich ausprobieren.
  • Order­kosten. Die untersuchten Banken haben sehr unterschiedliche Preismodelle für Wert­papierkäufe und -verkäufe. Nur Flatex nimmt immer eine Pauschale von 5 Euro. Achten Sie bei allen anderen vor allem auf Höchst- und Mindest­preise und Preisstufen: Wenn Ihr Order­betrag knapp über einer Preisstufe liegt, wird der Auftrag unver­hält­nismäßig teuer.
  • Investmentfonds. Bruch­stücke von Fonds­anteilen können Sie beim Depot­wechsel nicht über­tragen lassen. Diese müssen Sie getrennt verkaufen. Die Rück­gabe an die Fonds­gesell­schaft ist kostenlos.
  • Verlust­über­trag. Wenn Sie mit Wert­papieren Verluste erlitten haben, können Sie diese Verluste auch von Ihrer neuen Bank mit künftigen Gewinnen verrechnen lassen und dadurch Abgeltung­steuer sparen. Gleiches gilt für ausländische Quellen­steuer. Sie müssen den Verlust­über­trag aber bei Ihrer alten Bank beantragen.
  • Altdepot. Auch Depots ohne Inhalt können laufende Kosten verursachen. Sie sollten ein Depot bei Ihrer alten Bank, das Sie nicht mehr benötigen, deshalb nicht weiterlaufen lassen, sondern kündigen.
  • Sperre. Der Depot­über­trag kann wenige Tage, aber auch ein paar Wochen dauern. In dieser Zeit haben Sie keinen Zugriff auf Wert­papiere und Fonds, können also nichts verkaufen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 90 Nutzer finden das hilfreich.