Depot Test

Anleger erhalten im Januar ihre Depot­auszüge mit dem Jahres­ergebnis. Was es ­wirk­lich wert ist, zeigt erst ein Vergleich. 2017 war zwar ein gutes Jahr für die globalen Aktienmärkte, aber längst nicht alle Anleger haben davon profitiert. Wir zeigen, wie Depot­besitzer ihre Rendite über­prüfen und einordnen können – und geben Tipps für einen umfassenden Depotcheck: Passt das Depot noch zu den Anlagezielen? Ist das Risiko vertret­bar? Entspricht die Rendite den ursprüng­lichen Vorstel­lungen?

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TestDepotFinanztest 02/2018
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Zwischen­bilanz ist wichtig

Selbst Anleger, die ein sehr über­sicht­liches Depot haben und bei der Auswahl ihrer Investments umsichtig vorgegangen sind, sollten zumindest einmal jähr­lich Zwischen­bilanz ziehen. Hand­lungs­bedarf gibt es öfter, als viele denken. Sogar bei der pflegeleichtesten Anlage­mischung, dem von Finanztest empfohlenen Pantoffel-Portfolio sind gelegent­liche Anpassungen erforderlich, wenn das ­Risiko im Rahmen bleiben soll. Auf der anderen Seite können reine Zins­anleger ihre ernüchternde Jahres­bilanz zum Anlass nehmen, über eine Beimischung von Aktien-ETF nach­zudenken.

Das bietet unser großer Depotcheck

Depotcheck in fünf Schritten. Der jähr­liche Depotcheck ist der perfekte Anlass, alle Wert­papiere auf den Prüf­stand zu stellen. Finanztest erklärt, wie Anleger erkennen können, was ihre Rendite wirk­lich wert ist. Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, wie so ein Depotcheck ablaufen sollte und wie sich ein Wert­papierdepot sinn­voll strukturieren lässt.

Risiko­ermitt­lung. Zwei große Tabellen führen alle Misch­fonds auf, die von Finanztest die Bestnote erhalten haben. Unsere zwölf­stufige Risiko­einteilung gibt Anlegern eine gute Orientierung, wie der jeweilige Fonds hinsicht­lich Chancen und Risiken einzuordnen ist.

Grafiken. Die Finanztest-Grafiken zeigen, warum 2017 ein gutes Jahr für Aktien­anleger war, und wie viel Aktien-Renten-Mischungen im vergangenen Jahr gebracht haben.

Ausschüttungen nicht vergessen

Seit mehr als 20 Jahren analysiert Finanztest regel­mäßig Wert­papierdepots von ­Lesern. Dabei zeigt sich: Die Art und Weise, wie Banken die Wert­ent­wick­lung darstellen, ist nach wie vor verbesserungs­würdig. Das beginnt mit dem „Kauf­kurs“ als wichtigstem Anker. Bei den meisten Banken wird er ohne Kosten angegeben, obwohl diese bei gemanagten Aktienfonds nicht selten 5 Prozent vom Kurs­wert ausmachen. Lang­fristig gravierender ist allerdings die Tatsache, dass bei den Renditen in der Depot­aufstellung zwischen­zeitlich gezahlte Dividenden oder Ausschüttungen unter den Tisch fallen. Anleger müssen also auch die Einzelabrechnungen heraus­suchen, die sie von der Bank erhalten haben und jede Ausschüttung oder Dividende zum Fonds- oder Aktienkurs addieren. Bei Auslands­aktien und manchen ETF können das bis zu vier pro Jahr sein!

Neue Regeln für Investmentfonds

Für Investmentfonds ist der Jahres­wechsel eine Zäsur. Ab 2018 werden alte Bestände nach den Vorgaben des Investment­steuerge­setzes so behandelt, als seien sie mit dem Jahres­wechsel verkauft und wieder neu ange­schafft worden (mehr zum Thema in unserem Special Fondsbesteuerung ab 2018). Die ursprüng­lichen Kauf­kurse der Fonds sollen in der Depot­aufstellung zwischen Januar und Februar durch neue Kurse ersetzt werden. Die Umstellung ist bei den Banken noch in vollem Gange. Für Fonds­besitzer ist es aber nicht schwierig, den ursprüng­lichen Kauf­kurs in alten Abrechnungen oder Bestands­details ihres Onlinedepots ausfindig zu machen.

2017 war ein gutes Jahr für die Börse

Viele Anleger dürften zufrieden auf das Jahr 2017 zurück­blicken. Das gilt zumindest für ­jene, die einen großen Teil ihres Vermögens in Aktien oder Aktienfonds gesteckt haben. Sicher­heits­betonte Anleger mussten dagegen mit sehr bescheidenen Wert­zuwächsen klar­kommen.

Auf die Markt­entwick­lung achten

Manch einem Anleger ist es egal, wie sein Depot im Vergleich zur Markt­entwick­lung abschneidet. Haupt­sache, die Wert­papiere oder Fonds haben ein dickes Plus gebracht. Finanztest hält diese Sicht­weise für kurz­sichtig. Die Wert­entwick­lung einer Geld­anlage muss sich stets an dem Risiko messen lassen, das mit ihr einge­gangen wurde. Mit spekulativen Aktien oder Hebel­produkten sind hohe Gewinne jeder­zeit möglich, wenn der Anleger ein güns­tiges Zeit­fenster erwischt oder einfach nur Glück hat. Er hätte aber auch viel Geld verlieren können. Stammt derselbe Wert­zuwachs aus einem breit gestreuten Aktienfonds, ist er von anderer Qualität, denn das einge­gangene Risiko war viel geringer. Was eine Rendite wirk­lich wert ist, lässt sich nur im internen Vergleich der jeweiligen Anla­geklasse fair beur­teilen. Wir zeigen die Wert­entwick­lung der wichtigsten Aktienmärkte und Rohstoffe. Daran müssen sich einzelne Wert­papiere und Investmentfonds messen lassen.

Mess­latte für gemischte Anlagen

Besonders schwierig ist es, die Ergeb­nisse von gemischten Anlagen zu beur­teilen. Die finden sich häufig in Anlegerdepots. Was Bank­berater gern als „Vermögens­verwaltung“ bezeichnen, sind in der Regel Misch­fonds, die Aktien und Zins­papiere (Anleihen) kombinieren. Wir haben berechnet, was solche Mischungen im vergangenen Jahr und auf Fünf­jahres­sicht gebracht haben. Zusätzlich geben wir für jede Mischung die Finanztest-Risikoklasse an. Um das Ergebnis einer Vermögens­verwaltung zu beur­teilen, müssen Anleger ihre ­Aktienquote kennen. Wenn ein Misch­fonds trotz einer hohen Aktienquote im vergan­genen Jahr nur einen kleinen Wert­zuwachs gebracht hat, sind Anleger für das einge­gangene Risiko nicht hinreichend entlohnt worden. Bei einem stets möglichen Börsencrash werden sie wahr­scheinlich dennoch mitge­rissen.

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