So haben wir getestet

Hier erfahren Sie, nach welchen Prüfkriterien die Stiftung Warentest Deodorants und Anti­transpirantien untersucht.

Frauen- und Unisex-Deos (Test 2021)

Im Test: 19 Deodorantien (Aerosol- und Pump­sprays) – neun Unisex- und zehn Frauen­produkte, darunter eine Produkt­ähnlich­keit. Fünf Deos sind zertifizierte Naturkosmetika. Wir kauf­ten sie von September bis Oktober 2020 ein, die Preise für die Tabelle erfragten wir im Februar und März 2021 bei den Anbietern.

Schutz vor Achselgeruch: 60%

Deo-Sprays im Test - Nur wenige halten stand

Glas statt Achsel. Eine Schnüff­lerin prüft Deos unter Corona-Bedingungen.

Probanden. Für die Unisex-Produkte bestand die Prüf-Personengruppe aus Frauen und Männern, für die Damen­produkte ausschließ­lich aus Frauen.

Test­ablauf. Vorbereitend wuschen pro Produkt 20 Probanden zehn Tage lang beide Achseln mit einer unparfümierten Stan­dard­wasch­lotion ohne antibakterielle oder schweiß­hemmende Zusätze. Bis drei Tage vor Anwendung der Test­produkte nutzten sie ein Stan­dard-Deo ohne Aluminium. Anschließend trugen Instituts­mit­arbeite­rinnen und -mitarbeiter eine definierte Menge des jeweiligen anonymisierten Produkts in je eine Achsel der Probanden auf. Die andere blieb unbe­handelt. Nach 20 Stunden wurden Pads in den Achselbereich der Probanden geklebt. Nach vier Stunden wurden sie in geruchs­neutrale Schraubgläser gegeben. Geschulte Prüfer beur­teilten die Intensität des Schweiß­geruchs durch Riechen an den Pads.

Prüf­programm. Die Prüfung erfolgte unter fach­kundiger Leitung in Anlehnung an den ASTM-Stan­dard E 1207–14 „Stan­dard Guide for Sensory Evaluation of Axillary Deodorancy“ als Halb­seiten­test mit jeweils 20 Probanden. Die Produkt­verteilung erfolgte randomisiert zwischen beiden Achseln.

Anwendung: 20%

Die Probanden bewerteten unter anderem Aspekte wie Hautgefühl, Trock­nungs­verhalten, Ausmaß und Dauer der Deo-Wirkung sowie auf den Produkten vorhandene Werbeaussagen in anonymisierter Form.

Nutzerfreundlich­keit der Verpackung: 10 %

Die Probanden und fünf Experten prüften unter anderem die Hand­lich­keit der anonymisierten Produktbehälter, ob sie sich gut öffnen und schließen ließen. Wir erfassten, ob es eine Originalitäts­sicherung sowie Entsorgungs­hinweise gab, ermittelten Inhalts­mengen und Entleerbar­keit. Ein Experte prüfte, ob die Verpackungen mehr Inhalt vortäuschen als tatsäch­lich enthalten war („Mogel­packungen“).

Deklaration und Werbeaussagen: 10 %

Ein Experte prüfte, ob die Kenn­zeichnung der EU-Kosmetik- und der Fertigpackungs­ver­ordnung entsprach. Ein Experte und die Probanden beur­teilten die Werbeaussagen. Drei Fachleute bewerteten Leserlich­keit und Über­sicht­lich­keit der Angaben.

Umwelt­kritischer Stoff Silikon D5: 0 %

Waren Cyclosiloxane deklariert, analysierten wir die Gehalte. Ein Produkt enthielt Cyclopentasiloxan D5.

Folgende Methode setzten wir ein:

Cyclosiloxane: Analyse mittels GC-MS.

Abwertungen

Durch Abwertungen wirken sich Produktmängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil aus. Folgende Abwertungen setzten wir ein: Lautete das Urteil für Schutz vor Achselgeruch befriedigend oder schlechter, konnte das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein. Hieß das Urteil für Silikon D5 ausreichend, werteten wir das test-Qualitäts­urteil um eine halbe Note ab.

Weitere Unter­suchungen

Wir ermittelten Gehalte an Aluminium und an deklarations­pflichtigen Duft­stoffen. Die Ergeb­nisse waren unauffäl­lig. Aus der mitt­leren verbrauchten Produktmenge je Anwendung und dem Nutz­inhalt berechneten wir die Anzahl der entnehm­baren Anwendungen pro Produkt. Basis für die Berechnungen war jeweils die durch­schnitt­lichen Menge, die bei drei Pump­stößen (Pump­sprays) bzw. zwei Sekunden Sprühen (Aerosol­sprays) in jede Achsel ausgestoßen wird.

Folgende Methoden setzten wir ein:

Aluminium: Analyse mittels ICP-MS in Anlehnung an Methode DIN EN ISO 17294–2 nach Mikrowellen­aufschluss gemäß Methode K 84.00–29:2017–02 der ASU.

Deklarations­pflichtige Duft­stoffe: Analyse mittels GC-MS in Anlehnung an Methode DIN EN 16274:2012–09

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Unisex-Deos (Test 2019)

Im Test: 21 Unisex-Deos (Roller, Sticks, Cremes, feste Deos) – 14 Deodorantien, 6 Anti­transpirantien, 1 Anti­transpirant für starke Schwitzer. Vier Produkte sind zertifizierte Naturkosmetika. Wir kauf­ten von September bis November 2018 ein, Preise erfragten wir im April 2019 bei Anbietern.

Schutz vor Achselgeruch (Anti­transpirant/Deodorant): 40 % / 60 %

Vorbereitend wuschen pro Produkt 20 männ­liche und weibliche Probanden 14 Tage lang beide Achseln mit einer unparfümierten Stan­dard­wasch­lotion ohne antibakterielle oder schweiß­hemmende Zusätze. Bis drei Tage vor Anwendung der Test­produkte nutzten sie ein Stan­dard-Deo ohne Aluminium. Während der vier­tägigen Anwendungs­phase trugen Instituts­mit­arbeiter einmal täglich eine definierte Menge des jeweiligen anonymisierten Produkts in je einer Achsel der Probanden auf. Die andere blieb unbe­handelt. Die Probanden wuschen sich in diesen vier Tagen wie zuvor. 24 Stunden nach der letzten Anwendung bestimmten geschulte Prüfer die Intensität des Schweiß­geruchs durch Riechen an den unge­waschenen Achseln.

Die Prüfung erfolgte unter fach­kundiger Leitung in Anlehnung an den ASTM-Stan­dard E 1207–14 „Stan­dard Guide for Sensory Evaluation of Axillary Deodorancy“ als Halb­seiten­test mit jeweils 20 Probanden. Die Produkt­verteilung erfolgte randomisiert zwischen beiden Achseln.

Schweiß­minderung (Anti­transpirant): 20 %

Wir gingen genauso vor wie bei der Geruchs­prüfung. 24 Stunden nach dem letzten Auftragen der Produkte durch Experten setzten sich die Probanden zweimal 20 Minuten in einen auf zirka 38 Grad Celsius temperierten Raum mit 35 Prozent Luft­feuchtig­keit. Sie trugen unter beiden Achseln Baumwoll­pads, die den während der Schwitz­phase ausgeschiedenen Schweiß auffingen. Die Pads wurden gewogen, ihr Gewicht verglichen. Vor der Anwendungs­phase führten wir das Prozedere einmal ohne Produkte durch.

Die Prüfung erfolgte unter fach­kundiger Leitung als Halb­seiten­test mit jeweils 20 Probanden in Anlehnung an „Guidelines for Effectiveness Testing of OTC Antiperspirant Drug Products“ der FDA. Die ausgeschiedene Schweiß­menge beider Achseln im Klimaraum wurde vor der ersten Anwendung (Baseline) und nach 24 Stunden nach der letzten Anwendung gravime­trisch bestimmt. Die Produkt­verteilung erfolgte randomisiert zwischen beiden Achseln.

Anwendung: 20 %

Die Probanden und fünf Experten bewerteten unter anderem die Hand­lich­keit der anonymisierten Produktbehälter, ob sie sich gut öffnen und schließen ließen. Sie prüften Aspekte wie Hautgefühl, Deo-Wirkung, Trock­nungs­verhalten, bei entsprechender Auslobung auch die Achselnässe.

Kritische Stoffe: 5 %

Wir bestimmten die Konzentration von Butylphenyl Methyl­propional (Lilial). Waren Cyclosiloxane deklariert, analysierten wir ihre Gehalte.

Lilial: Analyse mittels GC-MS in Anlehnung an Din EN 16274.

Cyclosiloxane: Analyse mittels GC-MS.

Verpackung: 5 %

Wir prüften, ob Originalitäts­sicherung, Materialkenn­zeichnung und Recycling­hinweise vorhanden waren. Von drei Packungen je Produkt ermittelten wir Inhalts­menge, Füllungs­grad, Entleerbar­keit. Ein Experte prüfte, ob es Mogel­packungen waren.

Deklaration und Werbeaussagen: 10 %

Ein Experte prüfte Werbeaussagen und ob Angaben der EU-Kosmetik­ver­ordnung entsprachen, drei bewerteten Leserlich­keit und Über­sicht­lich­keit.

Abwertungen

Waren die Urteile für Schutz vor Achselgeruch befriedigend oder schlechter oder die für Deklaration und Werbeaussagen mangelhaft, konnte das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein. Es konnte maximal eine halbe Note besser sein als die Note für Schweiß­minderung. War das Urteil für kritische Stoffe ausreichend, werteten wir das test-Qualitäts­urteil um eine Note ab.

Weitere Unter­suchungen

Wir ermittelten Gehalte an Aluminium, deklarations­pflichtigen Duft­stoffen und, sofern deklariert, an gesättigten (Mosh) und aromatischen (Moah) Mineralöl-Kohlen­wasser­stoffen. Natur­nahe und Naturkosmetik­produkte prüften wir auf mineral­ölbasierte synthetische Stoffe: Kein Produkt war auffällig. Warben Anbieter online oder auf der Packung von Deodorantien mit „Achseltrockenheit“ oder ähnlichen Aussagen, wurde die Schweiß­minderung getestet.

Aluminium: Abhängig vom Alumini­umgehalt Analyse mittels Flammen-AAS in Anlehnung an RL 93/73/EWG oder mittels ICP-MS in Anlehnung an Din EN ISO 17294-2 nach Mikrowellen­aufschluss (§64 LFGB K 84.00-29).

Deklarations­pflichtige Duft­stoffe: Analyse mittels GC-MS in Anlehnung an Din EN 16274.

Mineralöl-Kohlen­wasser­stoffe: Analyse mittels LC-GC/FID.

Mineral­ölbasierte synthetische Stoffe (Biogener Kohlen­stoff­anteil): Bestimmung mittels Radio­carbon­methode (Flüssig­szintillations­spektrometrie). Nach Verbrennung der Probe in einem Makro-Elementar­analysator wurde das CO2-Gas separat aufgefangen, unter Verwendung eines Temperatur­gradienten freigesetzt und in einer vorgelegten, gekühlten Mischung eines Szintillations-Cock­tails (Carbosorb / Permafluor) absorbiert. Der CO2-Anteil wurde unter Berück­sichtigung der Massendifferenz berechnet. Zur Korrektur der 14C-Werte werden die 13C / 12C-Isotopen­verhält­nisse mittels Elementar­analysator in Kombination mit einem IRMS (Isotopen­verhältnis-Massenspektrometer) bestimmt.

Achseltrockenheit: siehe Prüfung Schweiß­minderung.

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Männer-Deos (Test 2016)

Im Test: 16 Sprays für Männer, davon 8 mit der Produktbezeichnung Anti­transpirant und Wirk­dauer 48 Stunden, sowie 8, die als Deo gekenn­zeichnet sind. 14 sind aufgrund ihrer Markt­bedeutung ausgewählt, je ein Deo exemplarisch aus dem Naturkosmetik- und Apotheken­angebot.

Einge­kauft haben wir die Sprays im August/September 2015.

Um die Preise zu ermitteln, befragten wir die Anbieter im März 2016.

Schutz vor Achselgeruch (Anti­transpirant/Deodorant): 50 / 70 %

Vorbereitend wuschen je 20 männ­liche Probanden pro Produkt über 14 Tage beide Achselhöhlen mit einer Stan­dard­wasch­lotion. Diese war unparfümiert, ohne antibakterielle oder schweiß­hemmende Zusätze. Zudem nutzten die Probanden ein Stan­darddeo ohne Aluminium bis drei Tage vor Anwendung der Test­produkte. Die Anwendungs­phase betrug vier Tage: Mitarbeiter des Prüf­instituts trugen einmal täglich eine definierte Menge des jeweiligen anonymisierten Test­produkts in je einer Achselhöhle der Probanden auf. Die andere Achselhöhle blieb unbe­handelt. Während der vier Tage gingen die Probanden ihrem Alltag nach und wuschen sich täglich wie zuvor. Nach der letzten Anwendung, am Ende der versprochenen Wirk­dauer, bestimmten geschulte Prüfer die Intensität des Schweiß­geruchs durch Riechen an den unge­waschenen Achselhöhlen. Bei Deos ohne ein zeitliches Wirk­versprechen auf der Packung geschah dies nach 24 Stunden.

Die Prüfung der Deo-Wirkung mittels Sniff-Test erfolgte unter fach­kundiger Leitung in Anlehnung an den ASTM-Stan­dard E 1207–14 „Stan­dard Guide for Sensory Evaluation of Axillary Deodorancy“ als Halb­seiten­test mit jeweils 20 männ­lichen Probanden. Die Produkt­verteilung erfolgte inner­halb jedes Kollektivs randomisiert zwischen beiden Achseln.

Schweiß­minderung (Anti­transpirant): 20 %

In der Vorbereitungs- und Anwendungs­phase gingen wir in gleicher Weise vor wie bei der Geruchs­prüfung. 48 Stunden nach dem letzten Auftragen der Sprays durch Experten setzten sich die Probanden für zweimal 20 Minuten in einen Klimaraum, in dem ca. 38 °C und 35 Prozent Luft­feuchtig­keit herrschten. Je eine Achsel war besprüht, die andere nicht. Unter jeder trugen sie ein Granulat-Säck­chen, das die während der Schwitz­phase ausgeschiedenen Schweiß­mengen aufnahm. Die Säck­chen wurden anschließend gewogen, ihr Gewicht verglichen. Um das Schwitz­verhalten zu kontrollieren, haben wir dieses Procedere vor der Anwendungs­phase einmal ohne aufgetragene Sprays durch­geführt.

Die Prüfung der Schweiß reduzierenden Wirkung erfolgte unter fach­kundiger Leitung als Halb­seiten­test mit jeweils 20 männ­lichen Probanden in Anlehnung an „Guidelines for Effectiveness Testing of OTC Antiperspirant Drug Products“ der FDA und wurde für Produkte durch­geführt, die eine anti­transpirante Wirkung ausloben. Die ausgeschiedene Schweiß­menge beider Achseln im Klimaraum wurde vor der ersten Anwendung (Baseline) und nach 48 Stunden gravime­trisch bestimmt. Die Produkt­verteilung erfolgte inner­halb jedes Kollektivs randomisiert zwischen beiden Achseln.

Anwendung: 20 %

Nach den Labortest wendeten die Probanden die Sprays einige Tage zuhause an. Sie beur­teilten u.a. Hautgefühl, Trock­nungs­verhalten, Sprayspuren auf der Kleidung und Hand­habung. Wir prüften, ob die Produkte eine Originalitäts­sicherung aufwiesen.

Werbeaussagen, Beschriftungen: 10 %

Drei Prüf­personen prüften Lesbarkeit und Über­sicht­lich­keit, ein Experte kontrollierte, ob die Angaben u. a. der EU-Kosmetik­ver­ordnung entsprachen. Ein Experte und die Probanden beur­teilten die Werbeaussagen.

Abwertungen

Abwertungen bewirken, dass sich Produktmängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit einem Stern­chen *) gekenn­zeichnet. Folgende Abwertungen haben wir einge­setzt: Lautete das Urteil für „Schutz vor Achselgeruch“ befriedigend oder schlechter, konnte das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein. Bei mangelhafter Schweiß­minderung war das test-Qualitäts­urteil maximal eine halbe Note besser.

Weitere Unter­suchungen

Wir ermittelten den Alumini­umgehalt und berechneten daraus die Aluminium­chlorhydrat­gehalte.

Der Alumini­umgehalt wurde in Anlehnung an die Methode DIN EN ISO 17294–2 mittels ICP-OES/MS ermittelt.

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