Deo Test

Beschnuppern. Die Snifferin muss eine gute Nase haben, um Achselgeruch wahr­zunehmen.

Steigen im Sommer die Temperauren, geraten viele ganz schön ins Schwitzen. Gegen Achselgeruch helfen Deodorantien. Anti­transpirantien mindern zusätzlich den Schweiß­fluss. Wir haben insgesamt 21 Deos für Männer und Frauen getestet: Roller, Sticks, Cremes, einen Deoblock und einen Kristall – darunter bekannte Marken wie Nivea, Sebamed und CD, aber auch Discounterware sowie Trend­produkte und Naturkosmetika. 13 der Mittel machen einen guten Job – und das schon ab 55 Cent.

Kompletten Artikel freischalten

TestDeo08.06.2019
Sie erhalten den kompletten Artikel mit Testtabelle (inkl. PDF, 8 Seiten).

Deos und Anti­transpirantien: Gegen Achselgeruch und Schweiß

Wenn uns heiß wird, sondern die Schweiß­drüsen des Körpers Schweiß ab. Er ist eigentlich geruchs­los – auch der in den Achselhöhlen. Erst wenn Bakterien sie besiedeln und die Bestand­teile des Schweißes verstoff­wechseln, entsteht Körpergeruch. Dagegen können Deodorantien helfen, Anti­transpirantien darüber hinaus gegen Schweiß­fluss. Ob Roller, Stick oder Creme, Deodorant oder Anti­transpirant – 13 getestete Unisex-Produkte schützen gut gegen unangenehme Gerüche. Drei der Anti­transpirantien mindern zudem den Schweiß­fluss sehr gut. Und das alles zum kleinen Preis: Der knappe Testsieger bei den Anti­transpirantien – ein 50-Milliliter-Roll-on – ist für zirka 55 Cent zu haben. Das beste der Deodorantien kostet mit zirka 1,35 Euro für den 50-Milliliter-Roller auch nicht die Welt.

Das bietet der Deo-Test der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. Zwei Tabellen zeigen Bewertungen für 14 Deodorantien und 6 Anti­transpirantien: Roller, Sticks, Cremes, feste Deos. Im Test unter anderem bekannte Marken wie CD und Rexona, aber auch Trend­produkte wie Lush, Ben&Anna und Deos von dm, Ross­mann, Aldi und Lidl. Wir haben die Unisex-Produkte unter anderem auf Schutz vor Achselgeruch geprüft, bei Anti­transpirantien auch die Schweiß­minderung. Außerdem untersuchten wir ein Medizin­produkt, das ohne Aluminium gegen starkes Schwitzen helfen soll. 13 Deos über­zeugen, zwei sind mangelhaft.

Hintergrund. Wir erklären den Unterschied von Deodorantien und Anti­transpirantien und warum Aluminiumsalze in Deos umstritten sind. Und Sie erfahren, wie die Mittel im Prüf­institut getestet werden.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus test 06/2019.

Zwei Deos sind mangelhaft

Neben Nivea, Sebamed & Co hat die Stiftung Warentest diesmal auch zertifizierte Naturkosmetika und Trend­produkte untersucht. Zwei davon fielen durch. Eines enthält Natron, das Schweiß wie ein pulverisiertes Hand­tuch aufsaugen soll und schützt so zwar vor Achselnässe, aber kaum vor Geruch – mangelhaft. Ein Produkt fällt durch, weil auf dem Beipack­zettel wichtige Angaben fehlen. So ist ein Duft­stoff nicht aufgeführt, der allergische Reaktionen auslösen kann.

Das Video zum Deo-Test

Wie testet die Stiftung Warentest eigentlich Deos und Anti­transpirantien? Unser Video zeigts.

Kritischen Duft­stoff in Anti­transpirant entdeckt

Von den sechs Anti­transpirantien im Test sind vier gut, zwei befriedigend. In einem haben wir den Duft­stoff Lilial gefunden. Das bewerten wir kritisch, denn bislang ist nicht abschließend geklärt, ob Lilial beim Menschen das Erbgut verändern oder die Fort­pflan­zungs­fähig­keit beein­trächtigen kann. Damit bleibt ungewiss, ob und in welchen Konzentrationen Lilial in Kosmetika sicher verwend­bar ist. Wir sind daher der Ansicht: Hersteller sollten vorsichts­halber darauf verzichten. Den kritischen Duft­stoff fanden wir auch in einem Medizin­produkt gegen starkes Schwitzen. In beiden Mitteln wiesen wir zudem Cyclosiloxane nach, die in der Umwelt schwer abbaubar sind.

Diskussion um Aluminiumsalze

Das Medizin­produkt haben wir getestet, weil es ohne Aluminium gegen starkes Schwitzen helfen soll. Aber als Alternative zu guten Anti­transpirantien mit Aluminiumsalzen taugt es nicht. Aluminiumsalze blockieren die Poren der Schweiß­drüsen für eine Weile und hemmen so den Schweiß­fluss. Bisher haben wir kein Mittel entdeckt, das diese Wirkung ohne Aluminium über­zeugend schafft. Das Medizin­produkt ist keine Ausnahme. Aluminiumsalze sind vor einigen Jahren in Verruf geraten – ihre Kritiker fürchten, dass Aluminium im Körper Krankheiten wie Brust­krebs oder Alzheimer verursachen könnte. Die Studien­lage dazu ist wider­sprüchlich. Lesen Sie mehr zu Aluminium in Anti­transpirantien auf der nächsten Seite.

Nutzer­kommentare, die vor dem 22. Mai 2019 gepostet wurden, beziehen sich auf eine frühere Unter­suchung.

Jetzt freischalten

TestDeo08.06.2019
2,00 €
Sie erhalten den kompletten Artikel mit Testtabelle (inkl. PDF, 8 Seiten).

Wie möchten Sie bezahlen?

  • Unser Tipp
    test.de-Flatrate

    Freier Zugriff auf alle Testergebnisse und Online-Artikel für 7,90 € pro Monat oder 54,90 € im Jahr. Abonnenten von test oder Finanztest zahlen die Hälfte.

    Flatrate neu erwerben

  • Diesen Artikel per Kreditkarte kaufen
  • Diesen Artikel per PayPal kaufen
  • Diesen Artikel per Handy kaufen
  • Gutschein einlösen
Preise inkl. MwSt.
  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur rund 6 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.

Dieser Artikel ist hilfreich. 243 Nutzer finden das hilfreich.