Receiver von Denon und Marantz können den Internet­radio-Dienst von vTuner nicht mehr gratis nutzen.

Die Internet­radio-Funk­tion von Geräten der Marken Denon und Marantz ist neuerdings nicht mehr kostenlos nutz­bar. Dahinter steckt der Dienst­leister vTuner. Ähnliches galt vorher schon für Yamaha und Sony.

vTuner: Radio­verzeichnis im Hintergrund

Nutzer von Internet­radios oder internet­fähigen Audio-Recei­vern der beiden Schwester­unternehmen Denon und Marantz berichten, dass sie die Internet­radio-Funk­tion ihrer Geräte nur noch einge­schränkt nutzen können. Die gespeicherten Sender stehen zwar noch zur Verfügung, aber es lassen sich keine neuen mehr suchen.

Ursache scheint eine Änderung in der Zusammen­arbeit zwischen Denon/Marantz und dem Dienst­leister vTuner zu sein. Der betreibt einen Verzeich­nisdienst für Internet­radio­sender. Auf dieses Verzeichnis greifen Endgeräte diverser Anbieter zu, um Internetsender zu finden.

Drei Dollar Jahres­gebühr

In gleichlautenden Support-Meldungen informieren Denon und Marantz ihre Nutzer über das Problem: Wer den vTuner-Dienst weiter nutzen will, soll dafür nun bezahlen. Mit 3 US-Dollar pro Jahr halten sich die Kosten zum Glück in Grenzen. Auf speziellen Webseiten von vTuner können Nutzer ihre Denon- und Marantz-Geräte dafür registrieren und frei­schalten.

Déja-vu für Sony- und Yamaha-Kunden

Nutzer von Audiogeräten von Sony oder Yamaha haben in der Vergangenheit schon ähnliches erlebt. Besonders bitter war die Sache für Sony-Nutzer: Als der japa­nische Konzern 2015 die Zusammenarbeit mit vTuner einstellte, ging auf ihren Geräten in Sachen Internet­radio gar nichts mehr. Yamaha hat dagegen im vergangenen Jahr für etliche betroffene Geräte ein Firmware-Update bereit­gestellt, das von vTuner auf einen anderen Gratis­dienst namens airable.radio wechselt. Ansonsten können Yamaha-Nutzer für drei Dollar im Jahr vTuner weiternutzen.

In unserem jüngsten Receiver-Test waren mit dem Denon AVR-X2300W und dem Marantz NR1607 auch zwei der aktuell von den Einschränkungen betroffenen Geräte im Test, aber auch Receiver anderer Marken.

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