Denon und Marantz Internet­radio nur noch gegen Geld

Denon und Marantz - Internet­radio nur noch gegen Geld
Receiver von Denon und Marantz können den Internet­radio-Dienst von vTuner nicht mehr gratis nutzen. © AdobeStock / Max Krasnov, Denon, vTuner (M)

Die Internet­radio-Funk­tion von Geräten der Marken Denon und Marantz ist neuerdings nicht mehr kostenlos nutz­bar. Dahinter steckt der Dienst­leister vTuner. Ähnliches galt vorher schon für Yamaha und Sony.

vTuner: Radio­verzeichnis im Hintergrund

Nutzer von Internet­radios oder internet­fähigen Audio-Recei­vern der beiden Schwester­unternehmen Denon und Marantz berichten, dass sie die Internet­radio-Funk­tion ihrer Geräte nur noch einge­schränkt nutzen können. Die gespeicherten Sender stehen zwar noch zur Verfügung, aber es lassen sich keine neuen mehr suchen.

Ursache scheint eine Änderung in der Zusammen­arbeit zwischen Denon/Marantz und dem Dienst­leister vTuner zu sein. Der betreibt einen Verzeich­nisdienst für Internet­radio­sender. Auf dieses Verzeichnis greifen Endgeräte diverser Anbieter zu, um Internetsender zu finden.

Drei Dollar Jahres­gebühr

In gleichlautenden Support-Meldungen informieren Denon und Marantz ihre Nutzer über das Problem: Wer den vTuner-Dienst weiter nutzen will, soll dafür nun bezahlen. Mit 3 US-Dollar pro Jahr halten sich die Kosten zum Glück in Grenzen. Auf speziellen Webseiten von vTuner können Nutzer ihre Denon- und Marantz-Geräte dafür registrieren und frei­schalten.

Déja-vu für Sony- und Yamaha-Kunden

Nutzer von Audiogeräten von Sony oder Yamaha haben in der Vergangenheit schon ähnliches erlebt. Besonders bitter war die Sache für Sony-Nutzer: Als der japa­nische Konzern 2015 die Zusammenarbeit mit vTuner einstellte, ging auf ihren Geräten in Sachen Internet­radio gar nichts mehr. Yamaha hat dagegen im vergangenen Jahr für etliche betroffene Geräte ein Firmware-Update bereit­gestellt, das von vTuner auf einen anderen Gratis­dienst namens airable.radio wechselt. Ansonsten können Yamaha-Nutzer für drei Dollar im Jahr vTuner weiternutzen.

In unserem jüngsten Receiver-Test waren mit dem Denon AVR-X2300W und dem Marantz NR1607 auch zwei der aktuell von den Einschränkungen betroffenen Geräte im Test, aber auch Receiver anderer Marken.

Newsletter: Bleiben Sie auf dem Laufenden

Mit den Newslettern der Stiftung Warentest haben Sie die neuesten Nach­richten für Verbraucher immer im Blick. Sie haben die Möglich­keit, Newsletter aus verschiedenen Themen­gebieten auszuwählen.

test.de-Newsletter bestellen

Mehr zum Thema

  • Digital­radios im Test Welche den besten Empfang bieten

    - Die Digital­radios im Test empfangen Sender über UKW, DAB+ und viele auch über Internet. Einer der Testsieger über­zeugt durch guten Klang und trotzt sogar Dreck und Staub.

  • Rund­funk­beitrag GEZ Wer zahlen muss

    - Der Rund­funk­beitrag (im Volks­mund oft GEZ-Gebühr genannt) steigt nach einem Gerichts­urteil auf 18,36 Euro monatlich. Hier beant­worten wir wichtige Fragen zur Gebühr.

  • Kompakt­anlagen im Test Toller Sound für wenig Geld

    - Die Stiftung Warentest hat 15 Mini-HiFi-Anlagen geprüft, unter anderem von Panasonic, Kenwood und Grundig. Alle haben CD-Spieler, UKW-Radio, separate Laut­sprecherboxen...