Demenz und Alzheimer

Botenstoffe: Zu wenig, zu viel

18.01.2007

Bei Alzheimer spielen Botenstoffe eine große Rolle.

Inhalt

Als Folge des Untergangs von Zellen in bestimmten Hirnregionen tritt ein Mangel an Botenstoffen (Neurotransmit­tern) auf, die in diesen Hirnregionen gebildet werden. Sie übermitteln die Informationen von einer Nervenzelle zur nächsten. Ausschüttung, Bindung und Wiederaufnahme der Botenstoffe begleiten jede Aktivität des Gehirns.

Azetylcholin: Bei der Alzheimer­krankheit findet sich recht früh eine Verarmung der Überträgersubstanz im zentralen Nervensystem, die von großer Bedeutung für Aufmerksamkeit sowie Lern- und Gedächtnisleistungen ist – das Azetylcholin. Die Alzheimer-Plaques behindern den regulären Stofftransport, immer mehr Azetylcholin produzierende Nervenzellen sterben ab. Folge ist eine frühe Störung des Kurzzeitgedächtnisses.

Glutamat: Der Botenstoff Glutamat findet sich besonders in den Hirn­are­alen, in denen auch Azetylcholin eine Rolle spielt. Während beim Azetylcholin ein Zuwenig als Ursache für Symptome der Alzheimer-Demenz erkannt wurde, wird beim Glutamat von einem Zuviel ausgegangen: Nervenzellen werden „dauererregt“. (Lern-)Signale können nicht mehr richtig erkannt und weitergeleitet werden.

Weitere: Durch den Untergang von Nervenzellen sind noch weitere Botenstoffe betroffen. Bekannt sind ein Zuwenig an Noradrenalin und Serotonin. Beides wirkt sich auf die Stimmung und das Verhalten insgesamt aus. Depres­sionen, Angst, Unruhe entstehen.

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