Demenz Meldung

Noch fahr­tauglich? Bei Verdacht auf Demenz besser prüfen lassen.

Schne­ckentempo fahren, Ampeln miss­achten, sich auf bekannten Stre­cken verirren – das sind typische Fahr­weisen von Menschen mit Demenz. Sie selbst und Angehörige sollten die Signale ernst nehmen: Wer an Demenz leidet, kann schnell Unfälle verursachen. Im Anfangs­stadium seien einige Menschen noch fahr­tüchtig, betont die Deutsche Alzheimer Gesell­schaft. Sie müssten aber auf Dauer Alternativen finden.

Verantwortungs­voll reagieren

Bei Verdacht auf Demenz sollten Betroffene, die Auto fahren, sich von einem Arzt unter­suchen lassen. Er stellt fest, ob eine Demenz vorliegt, welche Art, in welchem Stadium. So lässt sich die Fahr­tauglich­keit zumindest theoretisch beur­teilen. Bei fort­geschrittener Demenz dürfen Patienten nicht mehr ans Steuer.

Fahr-Check nutzen

Hat der Arzt grünes Licht gegeben, sollten Betroffene zusätzlich einen praktischen Fahr­tauglich­keitscheck machen. Bei ADAC, Tüv oder Fahr­schulen lässt sich prüfen, ob Gedächt­nis, Konzentration, Orientierungs- und Urteils­fähig­keit noch reichen. Der Test kostet bis zu 189 Euro. Er ist nur eine Moment­aufnahme. Es ist sinn­voll, ihn regel­mäßig zu wieder­holen – etwa nach einem Krank­heits­schub.

Alternativen einüben

Angehörige sollten mit den Kranken recht­zeitig üben, neue Fortbewegungs­mittel zu nutzen – etwa Bus, Taxi, Fahr­gemeinschaften.

Maßnahmen ergreifen

Sieht ein Betroffener nicht ein, dass es mit dem Auto­fahren nicht mehr geht, sollten Angehörige eingreifen. Zur Not müssen sie den Zugang zum Auto verhindern: den Schlüssel verstecken, außer Sicht­weite parken. Ärzte können fahruntaugliche Patienten bei der Fahr­erlaub­nisbehörde melden. Sie entzieht den Führer­schein.

Was die Kfz-Haft­pflicht bezahlt

Verursacht ein Demenz­kranker einen Unfall, über­nimmt die Kfz-Haft­pflicht­versicherung den Schaden, den Fremde erleiden. Der Versicherer aber kann Angehörige eventuell haft­bar machen, falls die Demenz fort­geschritten war.

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