
Ein handlicher Deltaschleifer für nur 14,99 Euro: Klingt mehr nach Spielzeug als nach solidem Werkzeug. Der Schnelltest klärt, ob das Mini-Gerät gute Dienste leistet.
Zweite Wahl
Das Delta-Schleifgerät ist nur zweite Wahl - bei den test.de-Lesern. Die ganz große Mehrheit bei der Schnelltest-Abstimmung wollte eigentlich Test-Ergebnisse zur 2-Gang-Schlagbohrmaschine sehen, die Lidl für knapp 70 Euro angekündigt hatte. Doch die test-Einkäufer liefen ins Leere. In keiner von insgesamt zehn Lidl-Filialen fanden sie auch nur eine einzige Bohrmaschine. Lidl erklärte dazu gegenüber test.de: Die ganze Bohrmaschinen-Lieferung blieb aus.
Glanz und Glätte
Stattdessen kam also der Deltaschleifer auf den Schnelltest-Prüfstand. Sehr angenehm: Im Karton finden sich eine einwandfreie Bedienungsanleitung und sechs Schleifblätter unterschiedlicher Körnung. Das Netzkabel ist über vier Meter lang und bietet Handwerkern damit einen entsprechend großen Aktionsradius. Beim Schleifen schlägt sich der Parkside-Handschleifer zunächst wirklich anständig. Solche Geräte sind mit ihrer kleinen spitz zulaufenden Schleifplatte gut geeignet, um auch an schwer zugänglichen Stellen für eine glatte Oberfläche zu sorgen. Das klappt mit dem Werkzeug der Lidl-Hausmarke Parkside leidlich. Raues Bauholz ist flott glatt und rostiger Stahl blank. Schon deutlich mühsamer ist es, Holz von mehreren Schichten Lack zu befreien. Selbst mit dem gröbsten Schleifpapier erfordert das reichlich Durchhaltevermögen.
Staubfang wenig effektiv
Allerdings arbeitet das Billigschleifgerät aus dem Lidl-Angebot ohne Anschluss an den Staubsauger alles andere als sauber. Kaum etwas von dem Schleifstaub landet im Auffangbehälter. Der meiste Staub bleibt liegen oder wird durch die Luft gewirbelt. Dementsprechend bleibt der Auffangbehälter selbst nach längerem Schleifen praktisch leer. Außerdem unerfreulich: Er lässt sich nur schwer montieren. Sehr viel besser gelingt der Anschluss eines Staubsaugers. Mit ihm arbeitet das Schleifgerät auch so sauber wie erwartet.
Dauertest bestanden
Billigwerkzeug steht im Ruf, schnell kaputt zu gehen. Die Tester malträtierten den Deltaschleifer mit einem recht anspruchsvollen Programm: Ein Dauertest über 50 Stunden. Abwechselnd Schleifen und Leerlauf, Schleifen und Leerlauf. Mit Pausenphase und unterschiedlich starker Belastung. Ergebnis: Der Deltaschleifer von Lidl besteht den Dauertest ohne Schaden. Die Tester schickten drei Geräte ins Rennen. Alle drei sind auch nach dem Dauertest voll funktionstüchtig.
Schadstoffe kein Thema
Gute Nachrichten auch aus dem Labor: Der Deltaschleifer von Lidl ist frei von Schadstoffen. Die Chemiker der Stiftung Warentest nahmen sich das Gehäuse vor. Sie fahndeten nach giftigen Weichmachern und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, kurz: PAK. Die gaben in der Vergangenheit oft Anlass zur Sorge. Weichmacher und PAK in Billigwerkzeugen können etwa Krebs auslösen oder das Erbgut verändern. Beim Deltaschleifer von Lidl kein Thema.
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