Betreiber von Daytrading-Centern, in denen Kleinanleger per Direktleitung an der Börse spekulieren, brauchen eine Erlaubnis vom Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen. "Solche Daytrading-Center erbringen in der Regel gewerbsmäßig Finanzdienstleistungen in der Form der Anlagevermittlung", heißt es beim Aufsichtsamt. Außerdem seien die Betreiber der Daytrading-Center zu einer fairen Aufklärung verpflichtet, damit die Kunden über Chancen und Risiken der angebotenen Geschäfte Bescheid wissen. "Gerade beim Onlinehandel mit Wertpapieren und Terminprodukten ist eine intensive Aufklärung der Anleger unbedingt erforderlich", argumentieren die Bankenaufseher.

Viele der in Börsengeschäften unerfahrenen Anleger spekulieren darauf, kurzfristige Kursdifferenzen ohne Umweg über eine Bank oder einen Discountbroker auszunutzen und so schnelle Gewinne zu machen. Die hohen Verlustrisiken würden nach Einschätzung des Bundesaufsichtsamts dagegen oft vernachlässigt.

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