Ein privater Unfall­versicherer darf seinem Kunden nur dann die Zahlung wegen Selbst­verstümmelung verweigern, wenn er den Vorwurf beweisen kann. Ein Mann hatte sich kurz nach Versicherungs­beginn den Daumen abge­sägt. Obwohl es Indizien für eine Selbst­verstümmelung gab, war der Nach­weis nicht eindeutig. Der Unfall­versicherer muss dem Mann 100 000 Euro zahlen, entschied das Ober­landes­gericht Schleswig-Holstein (Az. 16 U 134/10).

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