Dauer­camper Zweit­wohnungs­steuer auf dem Camping­platz

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Dauer­camper - Zweit­wohnungs­steuer auf dem Camping­platz
Einige Kommunen verlangen Hunderte Euro Steuern im Jahr. © imago

Die Gemeinde Neukirchen in Schleswig-Holstein darf von Eigentümern eines Mobilheims auf einem Camping­platz eine Zweit­wohnungs­steuer erheben (Verwaltungs­gericht Schleswig-Holstein, Az. 2 A 186/15 und 2 A 179/14). Die Mobil­heime ähneln einem einfachen Ferien­haus, so die Richter.

Geklagt hatte der Besitzer eines rund 26 Quadrat­meter großen Mobilheims und ein Camper mit einem 46-Quadrat­meter-Heim. Der eine sollte für drei Jahre rund 660 Euro, der andere für drei Jahre rund 1 122 Euro zahlen. Nach Ansicht des Gerichts müssen sie die Steuer zahlen. Als Wohnung gilt jede abge­schlossene Wohn­einheit mit Koch­nische, Toilette mit Wasser­spülung sowie Wasch­becken mit fließend Wasser. Die Existenz einer Heizung ist nicht Voraus­setzung. Dass das Heim auf Rädern steht und von einem Sattel­zug fortbewegt werden kann, ändert nach Ansicht des Gerichts nichts an der Steuer­pflicht.

2007 sah bereits das Ober­verwaltungs­gericht in Nieder­sachsen eine Zweit­wohnungs­steuer für Dauer­camper als recht­lich zulässig an (Az. 9 LB 5/07).

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