Schritt für Schritt einrichten

Wie kommt der Computernutzer zu seiner Daten­sicherung? Wir erklären es, Schritt für Schritt.

1. Externe Fest­platte kaufen

Er kauft sich einen großen Daten­träger (Alternativen zur externen Festplatte), am besten eine externe Fest­platte mit schnellem USB-3.0-Anschluss. In Notebooks sind oft Fest­platten mit 256 Gigabyte bis 1 Terabyte einge­baut. Die Backup-Fest­platte sollte mindestens doppelt so groß sein – darauf passt dann außer der aktuellen Sicherung auch noch die vom Vormonat. Sicher ist sicher. Eine 4-Terabyte-Fest­platte gibt es ab ungefähr 120 Euro.

2. Sicherungs­software einrichten

Der Nutzer startet die Sicherungs­software und richtet sie ein. Dabei legt er bei Wind­ows fest, was sie wie oft sichern soll. Bei Apple-Rechnern muss der Nutzer nur fest­legen, dass die gerade ange­schlossene Fest­platte für das Backup genutzt werden soll. Das ist mit wenigen Mausklicks getan.
Tipp: Was Sie im Einzelnen ankli­cken müssen, können Sie in einem Video verfolgen (Video-Tutorial).

3. Geduld haben

Jetzt heißt es warten. Die erste Sicherung kann Stunden dauern, bei Daten­mengen im Terabyte-Bereich sogar einen halben Tag oder noch länger. Später sichern die Hilfs­programme nur neue oder geänderte Dateien. Das geht schnell.

4. Software ausprobieren

Wir empfehlen abschließend die Probe aufs Exempel. Für die Erfolgs­kontrolle taugt eine gelöschte Datei. Löschen Sie am besten etwas Unwichtiges – für den Fall, dass das Wieder­herstellen nicht klappt. Öffnen Sie die Sicherungs­software und klicken Sie unter Wind­ows die Option „Eigene Dateien wieder­herstellen“ an. Bei Apples Time Machine gehen Sie beispiels­weise eine Stunde zurück: Klicken Sie auf dem Zeit­strahl die passende Uhrzeit an. Wenn Sie die gelöschte Testdatei öffnen können, ist auf Ihr Backup Verlass. Nun verlieren Gefahren ihren Schre­cken.

Was wann sichern

Daten­sicherung Test

Entspannt. Mit einer Daten­sicherung in der Hinterhand kann der Computernutzer gelassen sein.

Einzelne Dateien können schnell verloren gehen, etwa durch versehentliches Löschen. Das schmerzt beispiels­weise Studenten, die gerade an ihrer Abschluss­arbeit feilen. Unsere Empfehlung für diesen Fall: das System monatlich, die wichtigsten Dateien stündlich sichern. Fatal ist ein nicht mehr startender Computer – etwa nach Befall durch ein Schad­programm oder nach Ausfall der Computer­fest­platte. Jäger und Sammler mit großem Musik- oder Foto­archiv sichern den Computer am besten quartals­weise komplett. Nutzern mit Fokus auf Smartphone und einem geringen Daten­bestand genügt eine Systemsicherung alle sechs Monate, sofern ihre Daten in der Cloud liegen.

Komfortabel mit der Zeit­maschine

Die Time Machine von MacOS belastet Nutzer nicht mit der Auswahl der zu sichernden Dateien auf dem Rechner. Sie erstellt einfach auto­matisch stündliche Backups für die vergangenen 24 Stunden, tägliche Backups für den vergangenen Monat und wöchentliche Backups für alle voraus­gegangenen Monate.

Weniger Komfort bei Wind­ows

Anders das Betriebs­system Wind­ows: Es will erst einmal nur Daten in den „eigenen“ Ordnern sichern. Sie heißen beispiels­weise „Eigene Musik“ oder „Eigene Bilder“. Die Sicherung anderer Ordner muss der Nutzer ausdrück­lich anweisen (Microsoft Windows, Foto unter „Wie Sie beliebige Daten sichern“).

Den Computer wieder­herstellen

Der Super-Gau ist ein Rechner, der nicht mehr reagiert, zum Beispiel nach Infektion durch Erpressersoftware. Dann muss der Nutzer so vorgehen: Erstens, den Rechner mit einem frischen Betriebs­system starten und ihn zweitens aus der Systemsicherung wieder­herstellen. Apple-Rechner fragen nach dem Backup-Daten­träger und stellen den Zustand der letzten Sicherung wieder her – inklusive aller Programme. Bei Wind­ows wählen die Nutzer über mehrere Menü­punkte hinweg aus, welche Systemsicherung der PC nutzen soll. Auf genau diesen Stand wird er wieder­hergestellt.

Wohl dem, der eine Backup-Fest­platte hat

Apple-Anwender beziehen das frische Betriebs­system aus dem Internet. Wind­ows wird von einem Systemre­paratur­daten­träger gestartet (Glossar), etwa einem USB-Stick. Versierte Nutzer fertigen ihn beziehungs­weise solch eine Starter-CD oder DVD selbst an. Allen anderen hilft am Ende ein Computer­shop: Wer seine Backup-Fest­platte mitbringt, zaubert dem Mitarbeiter ein Lächeln ins Gesicht. Er mag vorsorgliche Kunden.

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