Datensicherung Special

Informationen gibts meist digital: Telefonrechnungen als PDF-Datei, Fotografien im JPEG-Format, digitale Post statt Briefe und MP3-Archive als Ersatz für die Plattensammlung. Daten in unterschiedlichen Formaten und Größen überschwemmen den heimischen PC - die Industrie liefert dafür immer größere Festplatten. Entsorgen ist sinnvoll, speichern ist notwendig und ein Backup aufwändig. Das Sichern der Daten ist allerdings Pflicht. Doch wohin damit? Die Auswahl ist groß: CD, DVD, USB-Stick, MP3-Player, externe Festplatte oder Server. Stiftung Warentest sagt, welche Vor- und Nachteile die einzelnen Medien haben.

Von der Diskette zur DVD

Datensicherung Special

Am Anfang war die Diskette. Erst war sie fünfeinviertel Zoll groß und wabbelig, dann schrumpfte sie auf dreieinhalb Zoll und wurde starr. Zirka 1,4 Megabyte Daten passten drauf. Jetzt ist die Diskette tot. Neue Rechner haben kein Disketten- sondern ein CD- oder DVD-Laufwerk. Eine CD ist rund, dünn und bietet das 450fache Speichervolumen einer Diskette. Und auf eine DVD passen schon 3 250 Disketten. Weil PC-Nutzer ihre CDs und DVDs brennen müssen und diese nicht immer wiederbeschreibbar sind, hat sich neben diesen Speichermedien der USB-Stick etabliert. Er funktioniert wie ein Mini-Festplatte, die am USB-Port des Rechners hängt.

Portable Lösungen:

Backup auf Servern

Doch solche Speichermedien haben einen entscheidenden Nachteil: Wenn sie gestohlen werden oder aus anderen Gründen verschwinden, sind auch die darauf gespeicherten Daten weg. Hinzu kommt: CDs oder DVDs können durch Kratzer oder Bruch beschädigt werden, USB-Sticks können bei unvorsichtigem Gebrauch abknicken. Wer die Daten seines Rechners sichert, sollte am besten die Datenträger an einem sicheren Ort aufbewahren. Zu Ende gedacht heißt das: Die sicherste Lösung ist das Datenbackup auf einem Server, der im besonders geschützten Raum einer Firma steht. Diese sind selbst wiederum gesichert. Es ist somit äußerst unwahrscheinlich, dass zugleich die Daten auf dem eigenen Rechner und auf dem Sicherungsserver verloren gehen.

Online-Lösung:

Keine Patentlösung

Wer täglich ein Backup seiner Daten macht, muss Aspekte wie Kosten, Sicherheit und Handhabung berücksichtigen. Zudem ist bei der Entscheidung für ein Speichermedium wichtig, welches Betriebssystem der Nutzer hat, welche Schnittstellen zur Verfügung stehen und wie „geheim“ seine Daten sind. Für manche Computerfreaks kann es auch wichtig sein, ständig das Backup bei sich zu haben, um überall auf die Daten zugreifen zu können. Mancheiner hat vielleicht sogar einen Datenträger für seine Datensicherung in der Tasche, ohne dass er es weiß. Auf einen MP3-Player - am besten mit Festplatte - lassen sich bequem Textdokumente oder Bilder ablegen. Für die Wahl des besten Backup-Mediums gibt es also keine Patentlösung. Daher zeigt test.de in einer Liste der gängigsten Speichermedien alle Vor- und Nachteile auf.

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