Daten­schutz Meldung

Ein Patient, der in einem Kranken­haus behandelt wird, hat kein Recht darauf, die Privat­adresse seines behandelnden Arztes zu erfahren. Das hat der Bundes­gerichts­hof (BGH) entschieden und die Klage eines Patienten auf Heraus­gabe der Privat­adresse eines Klinik­arztes abge­wiesen (Az. VI ZR 137/14).

Zwar habe der Patient Anspruch auf Einsicht in seine Kranken­unterlagen und die Klinik müsse ihm auch den Namen des Arztes nennen, der ihn behandelt. Sie müsse aber nicht die Privat­anschrift des Arztes heraus­geben, wenn der Patient diese verlangt. Die Richter verwiesen in ihrem Urteil unter anderem auf das Bundes­daten­schutz­gesetz, nach dem ein Arbeit­geber nicht berechtigt ist, personenbezogene Daten seiner Angestellten, die zum Zwecke des Beschäftigungs­verhält­nisses erhoben und gespeichert wurden, an Dritte weiterzugeben.

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