Die Deutsche Telekom hat im Rahmen der Umstellung auf das europaweite Zahlungsverfahren Sepa an Millionen Kunden Rechnungen mit Angabe der voll­ständigen Bank­verbindung geschickt – und zwar per E-Mail. Die Verbraucherzentrale Rhein­land-Pfalz wirft dem Tele­kommunikations­unternehmen deshalb ein fragwürdiges Daten­schutz­verständnis vor. Das Vorgehen verstoße gegen recht­liche Vorgaben, so die Verbraucherschützer. Die schreiben vor, sensible personenbezogene Daten angemessen zu schützen. Zu denen zähle auch die Bank­verbindung. Bislang hatte die Telekom auf Rechnungen lediglich die ersten Ziffern der Konto­nummer abge­druckt und die übrigen Zeichen durch „X“ ersetzt. Die Telekom weist die Vorwürfe zurück und beruft sich auf seine Verpflichtung, seine Kunden über die neuen Daten zu informieren. Das Unternehmen sagte zu, die Anonymisierung der Konto­angabe wieder einzuführen.

Der Bundesverband deutscher Banken warnt vor E-Mails, die Verbraucher vor­geblich über die Umstellung ihrer Konten auf Sepa und Iban informieren. Bank­kunden sollten keinesfalls den per E-Mail vers­endeten Aufforderungen folgen, ihre Konto­daten online zu bestätigen

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