Um sich vor Terror­anschlägen zu schützen, wollen die USA die Daten von Flugpassagieren bis zu 15 Jahre lang lückenlos speichern. Fliegt ein Gast zwischen Europa und den Vereinigten Staaten, werden unter anderem sein Name, seine Anschrift und seine Kreditkarten­nummer an die amerikanischen Polizei­behörden über­mittelt. Auch Service­leistungen an Bord, wie etwa die Menü-Auswahl, und der Verlauf der Reise­strecke werden nach einem Beschluss des Europäischen Parlaments von den Behörden erfasst. Die Abge­ordneten haben dem Abkommen mit den USA mehr­heitlich zuge­stimmt, obwohl das Projekt unter Daten­schützern umstritten ist. In Zukunft sollen aber nicht nur Flüge über den Atlantik erfasst werden. Die EU-Innen­minister planen auch Flug­gast­informationen inner­halb Europas zu registrieren. In den Mitglieds­ländern der EU soll ein eigenes System der Über­wachung der Daten von Flugpassagieren (PNR) einge­führt werden. Die Angaben in den Daten­banken werden bis zu fünf Jahre gespeichert, aber anders als in den USA bereits nach zwei Jahren anonymisiert.

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