Daten­sammler Facebook Entkommen unmöglich

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Der Daten­sammelwut von Facebook zu entkommen, ist noch schwerer möglich als bisher angenommen. Das legen zumindest Unter­suchungen der Freien Universität Brüssel und der Katho­lischen Uni Löwen im Auftrag der belgischen Daten­schutz­kommis­sion nahe. Nach Angaben der Forscher verfolgt Facebook nicht nur das Surf­verhalten seiner Mitglieder, sondern auch das von Nicht­mitgliedern und von Nutzern, die einer Verfolgung explizit nicht zuge­stimmt haben. Um in die Fänge von Facebook zu geraten, reiche schon der Besuch einer Internetseite aus, in die sogenannte Social Plugins von Facebook einge­bunden seien wie beispiels­weise ein „Like-Button“. Sobald ein Nutzer eine Internetseite mit Facebook-Anbindung öffnet, lege Facebook einen Tracking-Cookie auf seinem Browser ab, so die Experten. Mittels dieses Cookies kann Facebook das Surf­verhalten des Nutzers verfolgen. Nach Ansicht der Autoren der Unter­suchung gibt es in der Europäischen Union keine recht­liche Grund­lage, die diese Daten­sammelpraxis recht­fertigt.

Mehr zum Thema Daten­sammelwut finden Sie in unserer Meldung Neue Nutzungsbedingungen bei Facebook: So bremsen Sie die Datensammler.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 30.08.2018 um 09:26 Uhr
Datenschutz auf test.de

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Tschepe am 29.08.2018 um 13:40 Uhr
test.de gibt Leserdaten an Google weiter

Zu meiner Überraschung musste ich vor wenigen Tagen feststellen, dass die Website der Stiftung Warentest das Surfverhalten all ihrer Leser an Google weitergibt (siehe Seitenquellcode: https://www.googletagmanager.com/), auch wenn Scripting im Browser deaktiviert ist (siehe verborgenes <iframe>- im <noscript>-Tag).
Google weiß also zumindest, wann Sie welche test.de-Artikel gelesen haben! Diese Informationen können durch die IP-Adresse und andere identifizierende Merkmale (nicht nur Cookies!) mit allen anderen von Google überwachten Aktionen von Ihrem Internet-Anschluss (ggf. WLAN, Smart-TV, ...) in Verbindung gebracht werden.
Das ist keine Verschwörungtheorie sondern schlichte Netzwerktechnik.
Schade. Die Stiftung Warentest könnte das leicht verhindern: Liebe StiWa, bitte benutzen Sie andere Techniken zur Analyse Ihres Traffics!

Tschepe am 27.04.2015 um 17:33 Uhr
existierende Datenschutzgesetze durchsetzen

Europäische Webseitenbetreiber sollten aufgrund unserer Datenschutzgesetze dazu gezwungen werden, keine Verbindungen zu außereuropäischen Firmen auszulösen. Keine Google-APIs, keine Google-Fonts, kein Facebook-Tracking, keine ungefragten Abfragen an Twitter, Google Maps oder sonstwas. Besonders seriöse Seiten kriegen das im allgemeinen auch problemlos hin.