Vor den Tücken des Internets selbst kann eine Cyber­police nicht schützen. Aber in manchen Fällen vor den finanziellen und rufschädigenden Folgen von Internet-Ärger.

Online-Shopping, E-Mail, Facebook, YouTube, Streaming-Dienste: Ein großer Teil unseres Lebens findet im Internet statt. Neue Versicherungen bieten Hilfe – etwa bei Daten­diebstahl, Cybermobbing oder Ärger beim Onlinekauf. Die Stiftung Warentest hat die Angebote untersucht.

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TestDaten­diebstahl, Onlinekauf-Ärger, CybermobbingFinanztest 06/2020
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Hilfe für Geschädigte von Internetkriminalität

Cyber­versicherungen helfen bei recht­lichem und tech­nischem Ärger im Internet. Wir haben 19 Cyber­policen von 15 Anbietern untersucht. Die Anbieter der Policen versprechen, für Schäden einzutreten, die durch Internetkriminalität entstehen – etwa nach Hacker­angriffen oder Virusbefall. Einige Cyber­versicherungen kombinieren klassischen Rechts­schutz und direkte Hilfe­leistungen, sogenannte „Assistance-Leistungen“. Das kann zum Beispiel eine psycho­logische Beratung bei Cybermobbing und Rufschädigung sein.

Suche im Darknet, Löschung rufschädigender Einträge

Die Tarife umfassen auch die Rettung oder die Wieder­herstellung verloren geglaubter Daten. Zur Leistung kann auch die Suche im sogenannten Darknet gehören, einem versteckten Teil des Netzes, der mit einem normalen Internet­browser nicht erreich­bar ist. Dort werden gestohlene persönliche Daten gerne gehandelt. Den Such­service (Webs­cree­ning) kombinieren einige Cyber­versicherer mit einem Lösch­service: Rufschädigende Einträge über den Versicherten, etwa unlieb­same Kommentare Dritter in Netz­werken oder Foren, sollen dann mithilfe eines Dienst­leisters entfernt werden.

Das bietet der Vergleich Cyber­versicherungen

Test­ergeb­nisse. Der Vergleich der Stiftung Warentest von 19 Tarifen zeigt Ihnen, welche Leistungen die Policen im Einzelnen bieten. Ein solcher Vergleich ist wichtig, denn die Unter­suchung der Stiftung Warentest zeigt: Es gibt bei den jungen Produkten bisher keinen einheitlichen Stan­dard. Die Angebote unterscheiden sich sehr.

Selbst­schutz. Wir erklären Ihnen, welche Sicher­heits­maßnahmen Sie treffen sollten, um sich am besten vor Internetkriminalität zu schützen.

Vorhandene Versicherungs­verträge prüfen

Sie denken über den Abschluss einer Cyber­versicherung nach? Dann prüfen Sie zunächst, wie Ihr bisheriger Schutz aussieht – mit einem Blick in den Versicherungs­ordner. Denn gängige Versicherungen, die viele schon haben, decken einen Teil solcher Risiken durch­aus ab.

Rechts­schutz­versicherung. Eine Rechts­schutz­versicherung über­nimmt Anwalts- und Prozess­kosten im Falle eines Rechts­streits. Die Stiftung Warentest testet Rechts­schutz­pakete laufend (zum Vergleich Rechtsschutzversicherung).

Haft­pflicht­versicherung. Private Haft­pflicht­versicherungen kommen für Schäden Dritter auf, sie helfen zum Beispiel, wenn Sie mit einer E-Mail unbe­absichtigt einen Computervirus verbreiten. Wenn Sie eine Police benötigen oder wechseln wollen, hilft unser individueller Tarifvergleich Haftpflichtversicherung.

Hausrat­versicherung. Manche Hausrats­versicherung enthält Schutz für Schäden, die beim Online­banking entstehen. Wenn Sie eine Police benötigen oder wechseln wollen, hilft unser individueller Tarifvergleich Hausratversicherung.

Nutzer müssen ihre Geräte gut schützen

Cyber­versicherungen eigenen sich vor allem für Internetnutzer, die bisher keine Rechts­schutz­versicherung haben. Guten Schutz gibt es dann schon ab 49 Euro im Jahr. Eine Versicherung entbindet aber nicht von der Pflicht, die üblichen Sicher­heits­vorkehrungen zu treffen: Dazu gehört ein aktueller Viren­schutz genauso wie sichere Pass­wörter und die Devise, möglichst wenig Privates im Internet preis­zugeben.

Tipp: Nach dem Frei­schalten finden Sie im Testbe­richt entsprechende Tipps und Hinweise. Sie können aber auf test.de stöbern. Dann finden Sie zum Beispiel 10 Tipps zum sicheren Surfen oder 10 Tipps gegen Hacks und Lecks – und natürlich den Test von Antivirusprogrammen.

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