Daten löschen im Internet So entfernen Sie Fotos und Texte

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Daten löschen im Internet - So entfernen Sie Fotos und Texte

Kompromittierende Fotos, verräterische Links und peinliche Kommentare: Wer solche Spuren im Internet loswerden möchte, braucht viel Zeit, Hartnä­ckig­keit und etwas Glück. Ob das mit Hilfe von spezialisierten Dienst­leistern besser klappt als auf eigene Faust, wollten die Multimedia-Experten der Stiftung Warentest in einem Feld­versuch heraus­finden. Dazu haben sie in Foren und Sozialen Netz­werken Texte und Bilder gepostet – und anschließend versucht, sie wieder löschen zu lassen.

Unbe­dachte Postings können den Job kosten

Der neue Job schien Jule sicher. „Ich denke, Sie werden unsere Verkehrs­rechts­expertin“, hatte der Chef der Anwalts­kanzlei sie verabschiedet. Ein paar Tage später platzt der Traum. Der Anwalt entdeckt bei Facebook ein Foto von Jule mit Cock­tail am Steuer. Ein Freund hatte die Aufnahme gepostet. Der unbe­dachte Party­schnapp­schuss ist Jules Aus. Der Fall ist nicht echt, aber durch­aus realistisch: Personal­abtei­lungen scannen heute die Onlinespuren ihrer Bewerber. Das Internet vergisst nichts. Es sei denn, wir achten auf unsere Daten und beharren im Einzel­fall auf Löschung.

Feld­versuch mit Aller­welts­beiträgen

Funk­tioniert das Löschen von Daten im Internet? Lassen sich Forum­einträge und Fotos zuver­lässig entfernen? Die Stiftung Warentest hat es ausprobiert. Ein Team von Testern legte über Monate hinweg Spuren im Internet: Fotos bei Facebook, Google+ und Co, Tweets bei Twitter, Kommentare bei Youtube und Beiträge in verschiedenen Foren ohne Lösch­funk­tion. Anschließend versuchten die Tester, die Löschung zu erreichen. Sie nutzten dafür die Melde­funk­tionen der sozialen Netz­werke und beauftragten drei Webagenturen, die Reputations­management und Daten­löschen als Dienst­leistung anbieten: Dein-guter-Ruf.de, Web-Killer.de und Reputation-Defender.de.

Hilfe für 30 bis über 200 Euro

Die Dienst­leistung kostet zwischen 29,95 und über 200 Euro pro Lösch­vorgang. Dafür schreiben die Agenturen an den Betreiber der Webseite und bitten um Löschung. Selbst löschen können die Agenturen natürlich nicht. Was die Agenturen in unserem Feld­versuch erreichten und ob sie erfolg­reicher sind als Nutzer, die sich selber mit ihrem Lösch­begehren an die jeweilige Website wenden, erfahren Sie, wenn Sie den Test frei­schalten.

Fotos löschen ist am kompliziertesten

Für Forum­einträge gilt: Ob die Löschung erfolg­reich ist, hängt in erster Linie vom Betreiber des Forums ab. Einige Foren entfernen die Beiträge nicht, sie anonymisieren sie aber. Dadurch geht der Bezug zum Urheber verloren. Der gute Ruf bleibt gewahrt, die Tester werteten das als Erfolg. Wer Geld sparen möchte, kann selbst aktiv werden und dem Betreiber des Forums mailen. Der Testbe­richt verrät, wie gut das klappt und ob diese Vorgehens­weise auch bei sozialen Netz­werken funk­tioniert. Außerdem lesen Sie dort, warum es am kompliziertesten ist, Fotos löschen zu lassen – und wie Sie dieses Ziel dennoch erreichen können.

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SBrucherseifer am 09.02.2015 um 13:32 Uhr
Preis-Leistung?

Statt einem Löschdienst 200€ zu geben für eine Leistung, die man leicht selbst erbringen kann, würde ich das Gelder eher in einen Anwalt investieren und den Rechtsweg beschreiten wenn es wirklich sein muss.

Meekah am 07.02.2015 um 11:36 Uhr
Twitter

Soweit ich weiß, lassen sich tatsächlich beleidigende oder gegen das Urheberrecht verstoßende Tweets schon löschen, in dem man bei Twitter ein längeres Formular ausfüllt.
Der Grund "Dieser Tweet ist nervig" sorgt dafür, dass der Tweet und dessen Urheber für den Meldenden nicht mehr sichtbar und somit blockiert ist, an sich aber noch für andere sichtbar, bestehen bleibt.

Meekah am 07.02.2015 um 11:33 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.

BÄRENHOF32 am 06.02.2015 um 19:35 Uhr
"Dumme Daten @ Antefix v.30.1.

Hallo Antefix,
bis wann definieren Sie "Jung únd Alt"?
Ab 14 Jahren ist man bekanntlich strafmündig und für seine Untaten selbst
verantwortlich.
Ab 18 Jahren kan ich ohne Begleitung Auto fahren.Ich bin dann zwar
etwas älter als 14,fühle mich aber immer noch Jung.Ihrer Meinung zufolge,
dürfte ich dann bei einer Verkehrswidrigkeit auch nicht so hoch belangt
werden,als wenn ich z.B.30 Jahre alt bin?

Antefix am 06.02.2015 um 19:08 Uhr
Falsche Daten

Die Mehrzahl der Leser - bis hierher - hat sich womöglich 'ertappt' gefühlt und würde keinen Datenlöscher (mit)finanzieren wollen. Verständlich, aber nur für den Fall, dass die Peinlichkeiten nicht selbst verursacht worden sind. Man denke an Prominente wie Bettina W. Aber was hat sie nicht auch für einen Aufwand treiben müssen, um da heil bei rauszukommen. War bestimmt auch nicht billig (hätte eine RSV / Rechtsschutzversicherung kaum finanziert, weil noch Neuland).