Apple iCloud: Apple schweigt

Ein etwas anderer Onlinespeicher. Die Apple iCloud funk­tioniert anders als die Online-Speicher­dienste im Test. Ein echter Onlinespeicher ist sie nicht, weil Nutzer nicht beliebige Daten­typen hoch- und herunter­laden können. Die iCloud beschränkt sich auf E-Mail, Kontakte, Kalender, Notizen, Erinnerungen und Dokumente, die mit Apples eigenem Office-Paket erstellt wurden. Wir haben die iCloud daher nicht in die Tabelle aufgenommen und kein Qualitäts­urteil vergeben, sie aber dennoch unter die Lupe genommen.

In einzelne Apps integriert. Für die iCloud gibt es keine einzelne App. Vielmehr ist sie direkt in verschiedene Anwendungen auf dem iPhone oder iPad integriert. Die Foto-App zum Beispiel schiebt Bilder auf Wunsch auto­matisch in die iCloud. Sekunden später stehen die Fotos dann auch auf allen weiteren Geräten, die mit ihr verbunden sind, zur Verfügung. Die auto­matische Synchronisation über die iCloud funk­tioniert ohne größere Probleme. Auf Wind­ows-Rechnern klappt der Abgleich von Kontakten zum Beispiel mit Outlook. Android-Nutzer bleiben naturgemäß außen vor.

Intrans­parent. Aus Daten­schutz­sicht ist die iCloud nicht zu empfehlen. Alle Daten, die Nutzer in der iCloud lagern, landen nicht auf Apples eigenen Servern, sondern bei Amazon, ohne dass Apple den Nutzer darauf aufmerk­sam macht. Auf die Befragung der Tester zum Umgang mit Nutzer­daten hat Apple nicht reagiert. Das ist intrans­parent. Die Informationen auf Apples Webseite sowie die allgemeinen Geschäfts­bedingungen sind unüber­sicht­lich. Die Daten­schutz­erklärung ist unvoll­ständig, ein Impressum fehlt gleich ganz. Letzteres verstößt gegen das deutsche Telemediengesetz. Apple fragt bei der Registrierung außerdem nach vielen per-sonenbezogenen Daten, die für die Nutzung nicht erforderlich sind.

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