So haben wir getestet

Im Test: 13 Online-Speicher­dienste, die ein Backup in der Cloud und die Synchronisation verschiedener Geräte bzw. Zugangs­wege unterstützen, sich an deutsch­sprachige Privatnutzer richten und eine Desktop-Software für Wind­ows sowie Apps für Android (laut Google Play Store mindestens 10 000 Installationen) und iOS anbieten. Bis auf ein gegebenenfalls anzu­legendes E-Mail-Konto sollten keine weiteren Nutzungs­voraus­setzungen existieren (Stand: Januar 2013).

Zur Test­durch­führung: Alle Dienste wurden von der Registrierung bis zur Kündigung verdeckt in Anspruch genommen, wobei möglichst der kostenlose Tarif gewählt wurde. Neben der Desktop-Software und den Apps (Tabletversion) wurde auch die produktbezogene Webseite der Anbieter einbezogen. Außerdem befragten wir die Anbieter zu ihren inner­betrieblichen Prozessen hinsicht­lich IT-Sicherheit und Daten­schutz. Erhebungs­zeitraum: April bis Juni 2013.

Abwertungen

War das Gruppen­urteil Sicherheit und Daten­schutz ausreichend oder schlechter, konnte das test-Qualitäts­urteil nur eine halbe Note besser sein. War der Daten­schutz zumindest einer App sehr kritisch, wurde das test-Qualitäts­urteil um eine Note abge­wertet.

Vielseitig­keit: 20 %

Betrachtet wurden u. a. unterstützte Betriebs­systeme bzw. Geräte, unterstützte Schnitt­stellen, Speicher­platz sowie Trans­fervolumen.

Benut­zung: 40 %

Im Rahmen einer typischen Nutzung mit Backup, Synchronisation und Freigaben wurden die vier Zugangs­wege Desktop-Software für Wind­ows, Webseite, Android-App und iOS-App geprüft. Wie umfassend und einfach funk­tionieren etwa Installation, Navigation und Inter­aktion mit dem Nutzer? Wie schnell erfolgt der Up- und Download von Dateien? Außerdem wurden Registrierung, Abrechnung (wir nahmen jeweils auch einen kosten­pflichtigen Tarif in Anspruch) und Kündigung bewertet und die Hilfe auf den vier Zugangs­wegen genutzt.

Sicherheit und Daten­schutz: 40 %

Auf den Schutz der Nutzer­daten wurde u. a. anhand folgender Punkte geschlossen: Identifizierung und Authentisierung (z. B. Pass­wort­politik), Schutz­niveau bei Trans­port und Speicherung der Daten, z. B. Verschlüsselungs­algorithmus und -stärke. Außerdem wurden Schutz­maßnahmen bei Zugriff über diverse Endgeräte betrachtet. Der Umgang mit Nutzer­daten wurde unter anderem mithilfe folgender Punkte bewertet: Information und Einbeziehung des Nutzers, Daten­spar­samkeit (zum Beispiel Umfang der erhobenen Daten bei der Registrierung), Daten­schutz­management des Dienstes (Anbieterbefragung) sowie Umgang mit verdeckten Nutzer­anfragen zu Auskunft, Korrektur bzw. Sperrung und Löschung von Daten.

Daten­schutz der App: 0 %

Der Daten­verkehr der Android- und der iOS-Apps wurde protokolliert und interpretiert. Falls erforderlich wurden dafür SSL-Verbindungen entschlüsselt. Konnten wir fest­stellen, dass sensible Daten – wie die im Cloudspeicher hinterlegten Dateien – unver­schlüsselt an den Anbieter oder Dritte über­mittelt wurden, dann lautete das Urteil sehr kritisch. Identifizierten wir im Daten­strom für den Betrieb der App unnötige Daten, zum Beispiel eine eindeutige Gerätekennung, die an einen Dritt­anbieter über­mittelt wurde, lautete das Urteil kritisch. Konnten wir im Daten­strom solche Daten nicht identifizieren, lautete das Urteil unkritisch.

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