Dashcams im Straßenverkehr Special

Sie werden auf dem Armaturenbrett, an der Wind­schutz­scheibe oder unter dem Rück­spiegel montiert – Kameras im Auto sind längst keine Ausnahme mehr. Auch immer mehr Radfahrer sind mit kleinen Actioncams im Straßenverkehr unterwegs. Das Motiv ist in den meisten Fällen, für den Fall eines Unfalls Beweismaterial zur Hand zu haben. Aber ist es erlaubt, ständig alles aufzuzeichnen?

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Die Rechts­experten von Finanztest erläutern die aktuelle Rechts­lage und geben Hinweise zum Gebrauch der Mini-Kameras, auch im Ausland.

Der Einstieg in den Finanztest-Bericht

„Ich finde nichts Schlechtes daran, wenn hinter jedem Mercedes-Stern eine Dashcam angebracht ist. Unsere Arbeit als Richter würde das deutlich erleichtern und die Prozesse würden im Allgemeinen um einiges güns­tiger“, sagt eine Richterin im Gespräch mit Finanztest.

Gemeint sind Kameras auf dem Armaturenbrett, dem „dash board“, wie es auf Eng­lisch heißt. Eine Dashcam bezeichnet daher eine Kamera, die Auto­fahrer auf dem Armaturenbrett anbringen. Diese zeichnet ununterbrochen das Verkehrs­geschehen und alle Beteiligten auf. Daten­schutz­recht­lich ist der Einsatz solcher Kameras im Auto umstritten. Mitte August urteilten die Richter des Verwaltungs­gerichts in Ansbach (Bayern): Wer eine Kamera im Auto montiert, um andere Verkehrs­teilnehmer zu filmen, und die Aufnahmen anschließend an die Polizei weitergibt, verstößt gegen das Bundes­daten­schutz­gesetz. (...)“

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