Was es ist: Egal ob Text, Bild oder Ton, ob E-Mails, Webseiten oder Onlinevideos – im Internet wird alles in Form von Datenpaketen übertragen. Beim Transport dieser Pakete durch die Netze gilt ein Grundsatz: die Netzneutralität. Sie verlangt, dass die Datenpakete gleichberechtigt behandelt werden, egal woher sie stammen und zu welchem Dienst sie gehören. Ursprünglich gehörte diese Neutralität zu den technischen Grundlagen des Internets, inzwischen ist darum jedoch ein immer heftiger werdender politischer Streit entbrannt.

Wer es braucht: Unter Betreibern von Datennetzen gibt es Bestrebungen, die Netzneutralität einzuschränken. Sie wollen bestimmte Dienste, etwa Live-Fernsehen, schneller transportieren und sich eine solche Vorzugsbehandlung zusätzlich bezahlen lassen. Oder sie wollen bestimmte Dienste oder Inhalte in ihren Netzen ganz blockieren. Inhalteanbieter und Bürgerrechtler kritisieren diese Bestrebungen als diskriminierend. Ein Beispiel: Viele Mobilfunkanbieter verbieten Internettelefonate, zum Beispiel via Skype, über ihre Datennetze.

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