Das ärgert den Leser Meldung

4,5 Prozent Zins für Tagesgeld – das war Ende 2007 ein Schnäppchen. Deshalb legte Wolfgang Scholz sein Tagesgeld bei der Postbank an. Zwar musste er auch sein Girokonto dorthin verlagern, aber das war gratis, nur die Visakarte sollte nach einem Jahr Geld kosten. Um das zu umgehen, kündigte der test-Leser Monate später das Girokonto. Doch dann die Überraschung: „Unmöglich“, antwortete die Bank. Konto und Tagesgeld gehen nur Hand in Hand. Und 4,5 Prozent werde Scholz auch nicht bekommen. Denn er hatte 25 000 Euro eingezahlt, das Angebot galt aber nur bis 24 999,99 Euro. Ein Cent mehr und der Zins sank auf 3,5 Prozent – für den gesamten Betrag. Das hatte er überlesen.

Vorsicht: Gerade bei Tagesgeld locken viele Banken mit hohen Zinsen, für die aber Bedingungen gelten – zum Beispiel ein kostenpflichtiges Depot; Überwei­sungen auf das Referenzkonto, die Geld kosten; oder aber Zins­treppen, wie dieses Beispiel der Postbank zeigt.

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