Das ärgert den Leser Meldung

Margit Praast trennte sich von Dresdner Bank.

Zu teuer, zu wenig Filialen – deshalb wollte Margit Praast weg von der Dresdner Bank. Sie ging zur Sparda-Bank um die Ecke, die ihren Neukunden – wie viele andere Banken auch – den praktischen „Umzugsservice“ bietet: Der Kunde unterschreibt ein Formular, mit dem die neue Bank beim bisherigen Institut das Konto kündigt sowie Daueraufträge und anderes umleitet.

Doch was sonst reibungslos klappt, wollte die Dresdner Bank nicht akzeptieren. „Ihrem Auftrag können wir erst nach Rücksprache nachkommen“, schrieb die Filiale zurück: „Bitte rufen Sie uns kurzfristig an.“ Also rief die test-Leserin dort an und erklärte die Gründe für ihre Kündigung. Dennoch erhielt sie von der Bank weitere Anrufe, dazu Werbung und schließlich – mittlerweile waren zwei Monate um – neue ec-Karten. Wieder meldete sich die Berlinerin telefonisch bei der Dresdner Bank und beharrte auf ihrer Kündigung, wieder geschah nichts. Zwei Monate später kam ein Kontoauszug: 25 Euro Quartalsgebühr.

Verzweifelt wandte sich Margit Praast an den Ombudsmann, und prompt war der Spuk vorbei, das Konto aufgelöst, die Gebühren storniert. „Wenn Kunden abwandern, möchten wir die Gründe wissen“, rechtfertigte sich auf unsere Anfrage die Berliner Filiale. Natürlich müsse der Kunde darauf nicht reagieren. Man habe versehentlich die Kontolöschung versäumt. Wenigstens der Werbespruch der Dresdner Bank passt jetzt: „Das ist doch nicht normal für eine Bank.“

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