Das ärgert den Leser Makler ohne Auftrag

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Rupprecht Kuhlmann hatte einen Makler nie beauftragt. Dennoch fand er seine Mietwohnungen plötzlich auf der Internetseite der „F. Müller Immobilien Botschaftsbörse Berlin“. Inklusive blumiger Beschreibung, mit Foto, Wohnfläche und Miete. Offenbar hatte der Makler anonym an einem Besichtigungstermin teilgenommen. Kuhlmann war das gar nicht recht. Er wollte seinen Mietern die Maklerprovision ersparen.

Makeln ohne Auftrag – darauf stehen bei Mietobjekten bis zu 2 500 Euro Strafe. Vermieter sollten die Sache beim Gewer­be­aufsichtsamt anzeigen. Doch für Mieter gilt: Bekommen sie am Ende aufgrund der Arbeit des Maklers die Wohnung, müssen sie die Provision zahlen (BGH, Az. III ZR 113/02).

Bei Verkäufen gibt es kein gesetzliches Verbot. Aber wenn der Eigentümer das Makeln untersagt, muss die Firma sich daran halten. Auch hier empfiehlt sich eine Beschwerde beim Amt oder beim Ombudsmann: www.ombudsmann-immobilien.net. Der Immobilienverband Deutschland (IVD) verurteilt das Makeln ohne Auftrag. „Das ist eine Frechheit“, meint Geschäftsführer Hans-Eberhard Langemaack. IVD-Firmen ist es satzungsgemäß verboten.

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