Für 28,14 Euro hatte Uwe Soukup mit seiner Ikea-Shopping-Card eingekauft. Was der Berliner vergessen hatte: Er hatte gerade die Bank gewechselt und das nicht angegeben. Wenige Tage später bekam er Post vom Ikea-Finanzservice: „Leider wurde Ihre Lastschrift nicht eingelöst.“ 25 Euro Gebühr sollte das jetzt kosten – fast so viel wie der Rechnungsbetrag.

Viel Geld für ein kleines Verse­h­en – das tut weh. Wenn eine Lastschrift nicht eingelöst wird, kassiert die Bank des Kunden eine Gebühr von der Bank des Händlers, meist sind das 3 Euro. Die fordert das Geld vom Händler zurück und schlägt gleich eine Gebühr drauf. „15 Euro müssen wir zahlen“, erklärte uns der Ikea-Finanzservice, der zusätzlich 10 Euro Gebühr kassiert.

Dieses Vorgehen an sich ist rechtens. „Aber so hohe Kosten halte ich für unzulässig“, meint Jurist Hartmut Strube von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Er hat gerade die Fluggesellschaft German Wings abgemahnt, die sogar eine Pauschale von 50 Euro kassiert.

Dass es auch günstiger geht, zeigen andere Händler. Karstadt nimmt im Regelfall 12 Euro. Edeka verlangt nur die 3 Euro zurück, erst nach einem zweiten Versuch kommen 3,40 Euro hinzu.

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