Das ärgert den Leser Meldung

„Wir haften gar nicht“, bekam test-Leserin Silvia H. zu hören, als sie einen total demolierten Brief reklamierte. Wir hatten ihr ein gläsernes Schälchen für die Umweltanalyse „Schimmel“ geschickt – verpackt in einem gepolsterten Umschlag, so wie wir Tausende solcher Schälchen verschicken. Doch dieser Umschlag war offenbar in die Förderhaken der Sortiermaschine geraten. Völlig verschmiert, eingerissen und zerquetscht kam er an. Inhalt unbrauchbar. Ein eindeutiger Fall – dennoch ersetzt die Post den Schaden nicht. Nur bei Vorsatz oder „bewusst leichtfertiger Schadenverursachung“ ist sie dran. Vorsatz liegt sicher nicht vor, ebensowenig „bewusste Leichtfertigkeit“, schließlich klappt die maschinelle Briefsortierung in den allermeisten Fällen problemlos.

Tipp: Wer sichergehen will, wählt einen Einschreibebrief für 2,05 Euro Extraporto. Der ist bis 25 Euro versichert. Oder er schickt gleich ein Paket. Das ist zwar etwas teurer, aber Pakete sind immer bis 500 Euro versichert. Bei den meisten ebay-Auktionen beispielsweise ist also eine Versandversi­cherung gar nicht nötig. Eine Haftungsübernahme bis 2 500 Euro kostet 3,50 Euro zusätzlich, bis 25 000 Euro sind es 15 Euro. Päckchen können gar nicht versichert werden.

Übrigens: Das neue Schälchen an Silvia H. haben wir bereits auf den Weg gebracht.

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