Das ärgert den Leser Meldung

Einige Repa­raturdienste ziehen Kunden über den Tisch.

Von Handwerker-Schnelldiensten hat test-Leserin Vera Bugiel die Nase voll. Als ihr Fernseher den Geist aufgab, wandte sich die 79-Jährige an das Technik-Center-Toni. Der Monteur kam umgehend, schaute ins Gerät und erklärte: „Das wird teuer, kann eventuell 600 Euro kosten.“ Ob sich so viel Geld denn bei einem zehn Jahre alten Grundig noch lohne, fragte die Rentnerin. „Auf alle Fälle“, belehrte sie der Fachmann. Das sei ein hochwertiges Markengerät, das noch weitere zehn Jahre laufen könne. Und vermutlich werde die Reparatur ja auch billiger. Doch am nächsten Tag der Schock: 748 Euro forderte die Rechnung. Dafür hätte Vera Bugiel auch gleich drei Neugeräte kaufen können.

„So eine Abzockerei ist nicht hinnehmbar“, schimpft Wolfgang Rink von der Berliner Handwerkskammer. „Aber es gibt halt schwarze Schafe.“ Das gelte vor allem für Waschmaschinen-, TV- und Schlüsseldienste. Das Technik-Center-Toni sah sich auf Anfrage von test außerstande, zu dem Vorfall Stellung zu nehmen.

Tipps: Seien Sie misstrauisch bei Kostenangeboten direkt vor Ort. Ebenso bei den kleinen Werbekärtchen, die oft im Briefkasten liegen. Unterschreiben Sie keinen Auftrag ohne Kostenvoranschlag. Fragen Sie schon vorher am Telefon: Was kosten Anfahrt, Transport und Kostenvoranschlag, wenn ich die Reparatur nicht ausführen lasse? Und bestehen Sie darauf, dass Ihnen nach der Reparatur die defekten Teile ausgehändigt werden. Bei Ärger und Problemen können Sie sich an die Verbraucherzentrale oder an die Schlichtungsstelle der Handwerkskammer wenden.

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