Andreas H. und Liina R. sind am Ende einer Rundreise durch Wales. Sie wollen von Cardiff über Amsterdam nach Stuttgart fliegen. Nach dem Check-in werden die beiden Reisenden von einem KLM-Mitarbeiter gefragt, ob sie ihre Plätze nicht zwei anderen Passagieren überlassen könnten, die dringend zu einer Beerdigung müssten. Sie selbst würden nach kurzem Aufenthalt mit Air France über Paris nach Stuttgart fliegen. "Die Geschichte war so anrührend und der KLM-Mensch versprach, dass für uns Milch und Honig fließen würden, sodass wir gerne einwilligten", schreibt Andreas H. an test.

Den freundlichen Mann sahen die beiden Reisenden nicht wieder, um ihr Gepäck mussten sie sich selbst kümmern und auch sonst wurde die Reise immer unangenehmer ­ Verspätung, Chaos und unfreundliches Personal in Paris. Und dann hat die Air France auch noch das Gepäck der beiden verloren. Erst am nächsten Tag trafen die Koffer ziemlich ramponiert ein. Eine gut verpackte Taucherbrille war zerstört.

Sowohl KLM als auch Air France lehnten Ersatz für die zerbrochene Taucherbrille plus Auslagen für Kleidung ab. KLM bot schließlich Fluggutscheine an. Die sind für die beiden Reisenden aber wertlos, da sie demnächst nicht mit KLM verreisen wollen. Air France blieb dabei, dass bei Flügen ins Heimatland kein Ersatz für verspätete Gepäckzustellung geleistet wird. Andreas H. zieht aus dieser Erfahrung ein bitteres Fazit: Er fühlt sich für seine Hilfsbereitschaft bestraft.

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