Paaren, denen es primär um die kirchliche Zeremonie geht, können ab Januar auf den Gang zum Standesamt verzichten. Grund ist eine Änderung im Personenstandsgesetz, die ab Januar 2009 in Kraft tritt.

Frischvermählte sollten dennoch auf das „Jawort“ vor dem Standesamt nicht verzichten. Denn rechtlich gesehen führen rein kirchlich verheiratete Personen eine nichteheliche Lebensgemeinschaft mit allen Konsequenzen: kein Unterhalt, kein gemeinsames Sorgerecht, kein Zugewinnausgleich. Wird die Ehe nur kirchlich geschlossen, gilt jeder steuerlich weiter als Single und zahlt nach dem ungünstigen Grundtarif Steuern.

Tipp: Standesamtlich Vermählte haben auch bei der Erbschaftsteuer viel höhere Freibeträge und niedrigere Steuersätze. Zudem dürfen sie zusammen bis zu 1 602 Euro Kapitalerträge wie Zinsen im Jahr steuerfrei kassieren. Als Single sind es nur 801 Euro.

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