Das ändert sich 2009 Meldung

Energieausweis. Ab 1. Januar 2009 benötigen auch Eigentümer nach 1964 errichteter Gebäude einen Energieausweis, wenn sie Haus oder Wohnung neu vermieten oder verkaufen wollen. Sie müssen den Ausweis Kauf- und Mietinteressenten vorlegen. Für Eigentümer älterer Gebäude gilt die Ausweispflicht bereits seit Juli 2008.

Neubauheizung. Bauherren, die nach dem 1. Januar 2009 einen Bauantrag stellen, müssen einen Teil der Wärme für ihr Haus aus erneuerbaren Energien gewinnen. Das schreibt das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz vor. Damit wird der Einbau einer Solaranlage, Wärmepumpe oder Biomasseheizung in der Regel zur Pflicht. Auf erneuerbare Energien dürfen Bauherren künftig nur verzichten, wenn sie beispielsweise durch eine effiziente Wärmedämmung den Energiebedarf des Hauses um 15 Prozent unter die gesetzlichen Anforderungen senken. Das Gleiche gilt, wenn das Haus an ein Nah- oder Fernwärmenetz angeschlossen wird, dessen Energie von einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage erzeugt wird.

Heizkostenabrechnung. Für Abrechnungszeiträume ab 1. Januar 2009 müssen viele Vermieter mindestens 70 Prozent (bisher 50 Prozent) der Heizkosten verbrauchsabhängig auf die Mieter umlegen. Das schreibt die neue Heizkostenverordnung vor. Betroffen sind Gebäude, die vor 1995 gebaut wurden und mit einer Öl- oder Gaszentralheizung versorgt werden (siehe Meldung S. 35).

Wohnungsbauprämie. Wer ab 1. Januar 2009 einen Bausparvertrag abschließt, bekommt die staatliche Prämie nur noch, wenn er den Vertrag später für wohnungswirtschaftliche Zwecke einsetzt, also baut, eine Immobilie kauft oder modernisiert. Ausnahme: Für Sparer, die bei Vertragsabschluss noch keine 25 Jahre alt sind, entfällt die Zweckbindung wie bisher nach sieben Jahren (siehe Finanztest 12/08, S. 46).

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