Die RWB AG hat Finanztest nach unserem Bericht in der Märzausgabe (Artikel Private-Equity-Dachfonds) zugesichert, dass die Kostenquote bei ihrem Private-Equity-Dachfonds niedriger ist. Der Prospekt sei insofern missverständlich gewesen.

Die Kosten seien geringer, weil die RWB bei Ratensparplänen die laufenden jährlichen Kosten von 1,75 Prozent nicht auf das für die gesamte Laufzeit gezeichnete Kapital berechne, sondern nur auf das bis zum jeweiligen Quartal eingezahlte Kapital.

Legt man die neuen Zahlen zugrunde, muss der Private-Equity-Dachfonds „Private Capital Fonds International II“ (Typ B) 8,1 Prozent Rendite pro Jahr erwirtschaften (statt deutlich über 9 Prozent, wie wir berichteten), damit ein Ratensparer mehr herausbekommt als er eingezahlt hat.

Die RWB behauptet, es seien nur 6,3 Prozent Rendite notwendig, damit Ratensparer ein Plus erreichten. Die Differenz ergibt sich, weil die RWB – anders als Finanztest – zum Beispiel das vom ­Anleger zu zahlende Agio (Aufgeld) nicht als Kosten mitzählt.

Wird die gesamte Anlage als Einmalzahlung ­geleistet statt in Raten, muss der Dachfonds nach Finanztest-Berechnungen 4,3 Prozent (RWB sagt 3,1 Prozent) erwirtschaften, damit der Anleger schwarze Zahlen schreibt. Bei einer Mischung von Einmalanlage und Sparplan liegen die Zahlen dazwischen.

Finanztest wird auch die Kosten bei anderen Private-Equity-Dachfonds noch prüfen.

Der Ratensparplan für den Private-Equity-Dachfonds „Private Capital Fonds International II“ (Typ B) steht wegen des krassen Missverhältnisses zwischen hohen Kosten und Verlustrisiko einerseits und Renditechancen andererseits auf der ­Finanztest-Warnliste.

Dieser Artikel ist hilfreich. 249 Nutzer finden das hilfreich.