Die Deniz-Bank aus der Türkei, die erst seit kurzem auf dem deutschen Markt aktiv ist, verärgert bereits erste Kunden. In der FINANZ­test-Ausgabe 10/03 hatten wir ihr aktuelles Angebot unter die Lupe genommen und die Zinssätze als Top-Angebot empfohlen. Wenige Wochen später hat die Bank die Zinsen bereits drastisch gesenkt. So reduzierte sie den Tagesgeld-Zinssatz von 3,5 auf 2,75 Prozent pro Jahr und die Festgeldsätze mit unterschiedlichen Kündigungsfristen von 3,5 bis 4,375 Prozent auf nur noch 2,5 bis 3,625 Prozent pro Jahr.

Zwar sind auch die neuen Zinssätze immer noch attraktiv, aber es ist kein gutes Zeichen, wenn eine neue Bank mit Angeboten lockt, die Kunden kaum bekommen können, weil sie so schnell wieder vom Markt sind.

So berichtete uns eine enttäuschte Leserin, dass ihr die telefonisch angeforderten Kontoeröffnungsunterlagen erst nach zwei Wochen zugestellt wurden – zusammen mit den deutlich schlechteren Konditionen. Dabei hatte eine Mitarbeiterin der Deniz-Bank auf unsere Nachfrage im September noch bestätigt, dass die zunächst angegebenen Zinssätze bei Erscheinen unseres Oktober-Hefts noch gelten würden.

Finanztest wird bei ähnlichen Angeboten in Zukunft noch stärker darauf achten, dass es sich nicht um ärgerliche Lockvögel handelt.

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