Gerade beim Darmkrebs drücken sich die meisten vor der Vorsorgeuntersuchung. Denn die Darmspiegelung, nach Ansicht aller Experten die beste Methode, kann unangenehm sein. Nicht belastend ist die Untersuchung des Stuhlgangs. Der Stuhltest weist Blutspuren nach. Aber: „Auch bei jährlicher Wiederholung senkt er das Sterbe­risiko an Darmkrebs nur um 20 bis 30 Prozent“, so Professor Jürgen Riemann vom Klinikum Ludwigshafen in der „Deutsche Medizinische Wochenschrift“. Deshalb werden Hoffnungen auf Tests gesetzt, die das Blut mit Antikörpern nachweisen oder in Stuhlproben nach Eiweißen aus Tumorzellen suchen. Drei Tests wurden von einer Gruppe um Professor Gabriela Möslein von der Uni Düsseldorf untersucht. Ergebnis: Kein Test kann die Darmspiegelung ersetzen. Bei jährlicher Wiederholung können die Tests zwar die meisten Karzinome entdecken, doch Polypen werden übersehen. Der Wert der Stuhltests besteht für Professor Möslein eher darin, „Patienten von der Notwendigkeit einer Darmspiegelung zu überzeugen“. Hoffnungen setzen Mediziner auch auf DNA-Tests. Doch das genetische Material ist zum Beispiel nicht immer im Stuhl vorhanden. Man kann bei einem DNA-Test mit unauffälligem Ergebnis nicht sicher sein, dass kein Darmkrebs heranwächst.

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