Das in Deutsch­land angebotene Informations­material zur Darm­krebs-Früh­erkennung ist deutlich verbesserungs­bedürftig. Zu diesem Schluss kommt ein Forschungs­projekt an der Medizi­nischen Hoch­schule Hannover, gefördert vom Bundes­gesund­heits­ministerium. Experten begut­achteten 28 Flyer, 13 Broschüren und 36 Webseiten, darunter von Ministerien, gemeinnützigen, ärzt­lichen und wissenschaftlichen Organisationen. Mängel gibt es vor allem in der Darstellung von Nutzen und Risiken der Darm­spiegelung. Selten war angegeben, dass der Patient frei entscheiden kann, ob er die Unter­suchung in Anspruch nimmt. Viele Materialien empfahlen ausdrück­lich dieTeil­nahme – zum Teil ohne Hinweis auf mögliche Risiken wie Blutungen oder einen Darm­durch­bruch. Fast alle Informations­angebote enthielten auch falsche und irreführende Angaben.

Tipp: Als gute Informations­quelle gilt etwa www.krebsinformationsdienst.de. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt auch individuelle Risiken. Nur so können Sie eine informierte Entscheidung treffen.

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