Darlehensverkäufe Meldung

Laut Presseberichten treiben Finanzinvestoren Hausbesitzer in die Zwangsversteigerung, nachdem sie ihre Kredite im Paket mit anderen von der Bank aufgekauft haben. Manche Bank kann sich vor Anfragen verunsicherter Kunden kaum retten. Doch niemand, der seine Raten pünktlich zahlt, muss befürchten, sein Darlehen werde nach so einem Verkauf gekündigt und das Haus versteigert. „Uns ist kein solcher Fall bekannt“, erklärte Justizministerin Brigitte Zypries auf Anfrage von test. Vielmehr ist der Finanzinvestor genauso an den Kreditvertrag gebunden wie vorher die Bank. Wie test bereits in Heft 6/07 (siehe Meldung) berichtete, besteht Gefahr nur, wenn jemand die Raten nicht zahlt. „Und da sind Banken nicht weniger zimperlich als 'Heuschrecken'“, weiß Jurist Hartmut Strube von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Nun will das Justizministerium die Banken verpflichten, auch Kredite anzubieten, die nicht verkauft werden dürfen.

Tipp: Einige Banken tun das bereits, oft gegen Zinsaufschlag. Das kann bei langen Kreditlaufzeiten Tausende Euro kosten. Die Ausgabe kann der Kunde sich sparen, es sei denn er will – aus welchen Gründen auch immer – unbedingt bei seiner Bank bleiben.

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