Hier garen Kürbis und Blumenkohl separat im Dampf.

Dampf­garer haben einen großen Vorteil: Das Gemüse gart schonend ohne auszulaugen, Kartoffeln, Reis oder ganze Gerichte lassen sich auf diese Weise schonend wieder aufwärmen. Doch wie gut klappt das in der Praxis? Das Schweizer Testmagazin Saldo hat zwölf Dampf­garer getestet, darunter Produkte von Miele und Rommels­bacher. Im Test waren sowohl Einbau- als auch Tischgeräte.

Drei gute Dampf­garer sind auch in Deutsch­land erhältlich

Die Prüfe­rinnen und Prüfer unseres Part­nermagazins Saldo haben Dampf­garer in zwei unterschiedlichen Bauarten getestet: Einbaugeräte, die Mikrowellen ähnlich sehen, sowie ein- bis mehr­stöckige Tischmodelle, die kleiner und erheblich billiger sind. Drei von den Guten sind auch in Deutsch­land erhältlich: die Einbaugeräte Miele Dampf­garer 6010 für 800 Euro und Trisa Pure Steamer für 600 Euro sowie das Tischgerät Stöckli Steamer Program für rund 200 Euro. Immerhin befriedigend garte das Tischgerät Rommels­bacher DGS 855 für rund 75 Euro.

Worin sich Einbaugeräte und Tischgeräte unterscheiden

Die Einbaugeräte brauchen recht viel Platz und wiegen zwischen 17 und 20 Kilogramm, kleine Tischgeräte bringen zwischen 900 Gramm und drei Kilogramm auf die Waage. Einbaugeräte verfügen über einen Garaum wie bei einem kleinen Ofen. Der Dampf gelangt über mehrere Kanäle ins Innere, wo sich Temperaturen bis 100 Grad Celsius bilden können. Die Tischgeräte verwenden Einsätze, die sich wie asiatische Dim-Sum-Garer körb­chen­weise über­einander stapeln lassen. Ein beheiz­barer Wasser­tank unter­halb der Körb­chen bringt das Wasser zum Kochen, der aufsteigende Wasser­dampf soll die Lebens­mittel umschließen und gar kochen.

Halb­gare Ergeb­nisse bei acht Geräten

Nur ein Drittel der zwölf Geräte schaffte es, Erbsen, Kartoffeln und anderes Gemüse in akzeptabler Zeit gut zu garen. Testsieger Miele dämpfte als Einziger alle Speisen gut bis sehr gut. Erbsen garte er in 5 Minuten, ein Vergleichs­gerät brauchte 20 Minuten. Ganze Gerichte, zum Beispiel aus Lachs, Kartoffeln und Brokkoli, gelangen besser im Einbaugerät – alle Bestand­teile des Abend­essens haben unterschiedliche Garzeiten. Dazu ist es sinn­voll, wenn sich die Garzeit unter­brechen lässt. Die Tischgeräte kennen nur einen Modus: Dampf – oder nicht Dampf.

Der Kampf mit dem Dampf

Der heiße Dampf kann auch beim Öffnen zum Problem werden: Bei drei Tischgeräten sind die Öffnungen so platziert, dass Kochfans sich beim Abheben des Deckels verbrennen können. Bei zwei Geräten wurde die Oberfläche der Geräte über 50 Grad Celsius heiß. Umständlich fanden die Tester das Ein- und Nach­füllen des Wassers bei allen Tischgeräten. Bei vielen mehr­stöckigen Steamern müssen die Garbehälter entfernt werden, um Wasser nach­zufüllen. Leichter fiel das Nach­füllen bei den Einbaumodellen: Deren Wasser­tanks lassen sich heraus­nehmen.

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