Dampfgarer Test

Garen über aufsteigendem Dampf ist eine alte chinesische Zubereitungsart. Heißer Wasserdampf umschließt das Essen von allen Seiten und gart es besonders schonend. Die Speisen verwässern nicht. Ihr natürliches Aroma und Aussehen bleiben erhalten. Mit elektrischen Dampfgarern zieht diese Technik allmählich auch in hiesige Küchen ein. test.de zeigt die besten Geräte.

Kleingeräte: Ideal für Einsteiger

Hobbyköche haben die Wahl zwischen mobilen Kleingeräten und feststehenden Großgeräten. Beim Dämpfen stehen die Kleinen den Großen nicht nach. Die sieben Minis im Test erzielen alle gute Ergebnisse beim Garen von Kartoffeln, Brokkoli, Lachs und Hefeklößen. Die nötige Hitze liefert bei den Kleingeräten ein beheizter Wassertank. Darauf stapeln sich bis zu drei gelochte Garschalen übereinander. Durch die Löcher strömt der heiße Dampf und umschließt das Essen. Bei Preisen zwischen 25 und 100 Euro eignen sich die Kleingeräte vor allem für Einsteiger, die Dampfgaren erst einmal ausprobieren möchten.

Wenig Komfort

Abzüge bekommen die Kleingeräte für die Handhabung: Wegen der vielen Einzelteile ist das Säubern manchmal etwas mühsam. Auch Wasser einfüllen und mit den Tropfschalen voll heißem Tropfwasser jonglieren ist eine Übungssache. Hinzu kommt: Die Deckel von Clatronic, Gastroback und Severin werden bis zu 90 Grad Celsius heiß. Topflappen sind hier ein Muss.

Großgeräte: Einfache Bedienung

Die meisten großen Dampfgarer sind Einbaugeräte mit genormter Breite. Lediglich das Miele-Gerät steht frei und ist etwas schmaler. In den Großgeräten erhitzt eine Bodenheizung das Wasser aus einem separaten Tank. Die Garschalen stehen auf einem Rost oder werden direkt eingeschoben. Vorteile der Großen: Sie lassen sich einfacher bedienen und reinigen. Außerdem ist die Verbrennungsgefahr nicht so groß.

Teurer Luxus

Nachteile der Großen: Sie sind wesentlich teurer als Kleingeräte. Zwischen 815 und 1 050 Euro kosten die Einbau- und Standmodelle. Noch teurer sind Kombigeräte, die auch backen und grillen können: zum Beispiel das Competence KB 9820 von AEG-Electrolux für 1 580 Euro. Wer soviel Geld investiert, sollte sicher sein, den Dampfgarer regelmäßig zu nutzen.

Für kleine Portionen

Aufgrund ihres großen Garraums benötigen die Großgeräte aber auch mehr Strom. Außerdem enthält die Grundausstattung oft nur eine Garschale. Für größere Portionen sind zusätzliche Schalen erforderlich. Wer allerdings denkt, Einbau- und Standgeräte garen mehr als Tischgeräte, liegt falsch. Manche der so genannten Kleingeräte fassen auf ihren drei Ebenen mehr Volumen als die Großgeräte mit ein bis zwei Schalen.

Lückenhafte Anleitungen

Doch wie lange brauchen eigentlich Kartoffeln im Dampfgarer, bis sie weich sind? In welcher Reihenfolge sollten Fisch, Kartoffeln und Gemüse geschichtet werden? Ausführliche Gebrauchsanleitungen sind bei Dampfgarern nicht selbstverständlich. Garempfehlungen kommen häufig zu kurz oder die angegebenen Zeiten stimmen nicht. Hier macht wie so oft Übung den Meister - oder ein geeigneter Kochkurs.

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