Wirrwarr der Begriffe: Dampf mit oder ohne Druck?

Trocken oder dampfbügeln – dieser Unterschied ist wohl jedem klar. Ansonsten gehen die Begriffe in der Werbung oft munter durcheinander.

  • Trockenbügeleisen: Das Heizelement heizt die Bügelsohle relativ gleichmäßig auf. Allein die Hitze und der Druck des Eisens sollen das Textil glätten.
  • Dampfbügeleisen bringen zusätzlich Feuchtigkeit ins Gewebe. Die Fasern quellen auf und werden leichter glatt. Der Dampf entsteht direkt an der heißen Bügelsohle, ohne Druck – aber erst ab zirka 130 Grad Celsius, also nicht bei niedrigster Reglerstellung. Beim Aufheizen und in den Bügelpausen sollte das Eisen senkrecht stehen, damit nichts heraustropft.
  • Bügelstation. Das ist der Oberbegriff für alles, was einen gesonderten Wasserbe­hälter oder separaten Dampferzeuger (Generator) hat, egal ob mit oder ohne Druck.
  • Stationen mit separatem Dampfdruckerzeuger. Ähnlich wie in einem Schnellkochtopf wird Wasser in einem Boiler bei maximal 140 Grad Celsius erhitzt. Es entsteht Wasserdampf und Druck baut sich auf, bis zu 3,5 bar. Über einen Schlauch kommt der Dampf auf Knopfdruck zum Bügeleisen. Tritt er durch die Löcher der heißen Sohle, „kühlt“ er auf 100 Grad ab. Vorteile: Dampf auch bei niedrigen Temperaturen, vertikales Dämpfen möglich. Nachteile: langes Aufheizen großer Wassermengen; Nachfüllen erst, wenn System drucklos geworden ist, außer, der Tank ist vom Boiler getrennt.
  • Stationen mit separatem drucklosen Dampferzeuger. Hier wird Dampf ohne Druck in einem extra beheizten Generator produziert, über einen Schlauch ins Bügeleisen geleitet und dort wenn nötig nachgeheizt. Vorteile: Dampf schon bei niedrigen Temperaturen, vertikales Dämpfen ist möglich, jederzeit nachfüllbar.
  • Bügeleisen mit integriertem Dampferzeuger. Der Minigenerator direkt im Bügeleisen erzeugt Dampf ohne Druck unabhängig von der Sohlentemperatur.
  • Bügelsysteme. Bestehen aus Bügeleisen, Tisch, Dampferzeuger mit oder ohne Druck. Der Generator sitzt entweder am Gestell oder neben dem Brett. Heißen auch Active Boards (solche auch im Test), wenn sie eine Tischbeheizung und/oder eine Aufblas- und Ansaugfunktion haben. Nachteil: sehr teuer, schwer.

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