Wer das Dach seines Eigenheims wegen asbesthaltiger Stoffe sanieren lässt, kann einen Teil der Kosten als außergewöhnliche Belastung geltend machen. Dies gilt auch, wenn eine konkrete Gesundheitsgefährdung durch ein Gutachten nicht nachgewiesen wird. Das hat das Finanzgericht Düsseldorf entschieden (Az: 10 K 3923/96).

Da die Gesundheitsgefährdung asbesthaltiger Stoffe hinreichend bekannt ist, lehnten die Richter die Auffassung des Finanzamts ab. Dieses hatte vom Hauseigentümer ein Gutachten verlangt, das die gesundheitliche Gefährdung durch die Baustoffe bestätigte.

Der Kläger durfte die Kosten aber nicht in voller Höhe absetzen, da in seinem Fall eine Dachsanierung in einigen Jahren aus Altersgründen sowieso fällig gewesen wäre.

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