DVD-Rekorder von Aldi Schnelltest

Bei Aldi Nord und Aldi Süd stehen jetzt DVD-Rekorder für 259 Euro im Angebotsregal. Das eine Gerät heißt Medion, das andere Tevion. Sie sind baugleich. Ob der Käufer hier ein Schnäppchen machen kann, erfährt er im Schnelltest.

Passend schneiden

Der Aldi-DVD-Rekorder ist auf Höhe der Zeit. Aus Filmaufnahmen bester Qualität kann der Käufer ohne viel Aufwand die Werbeblöcke herausschneiden. Die Editierfunktion erlaubt auch, zu früh gestartete und länger programmierte Sendungen zurechtzuschneiden. Der zurechtgestutzte Film lässt sich anschließend auf DVD brennen.

Eine Stunde beste Filmqualität

Das Gerät kann alle gängigen DVD-Formate abspielen und darauf aufnehmen. Für das Aufnehmen auf Festplatte, DVD oder DVD-RAM hat der Nutzer vier verschiedene Qualitätsstufen zur Auswahl. Je höher die Qualität, um so mehr Platz beansprucht der Film auf dem Speichermedium. Bei Einstellung der besten Bildqualitätsstufe passt nur rund eine Stunde Programm auf einen DVD-Rohling. Damit ein Film von 90 Minuten auf den Rohling passt, muss der Nutzer in bestimmten Sequenzen auf Qualität verzichten. Mit dem Aldi-Rekorder kann er während des Kopierens von der Festplatte auf DVD die Qualitätsstufe verändern. Allerdings muss er dabei die Kopiergeschwindigkeit verringern und den Highspeed-Durchlauf verlassen. Es gibt auch noch einen anderen Ausweg: Double Layer-Rohlinge mit der doppelten Kapazität.

Bild nur digital in höchster Stufe ansehnlich

Aufnahmen vom digitalen Antennenfernsehen DVB-T in bester Qualitätsstufe „XP“ sind erste Sahne. In der nächst geringeren Stufe „SP“ werden allerdings Unschärfen sichtbar. Im dritten Modus „LP“ läuft der Bildwechsel nicht mehr glatt. Die Bilder ruckeln, zerfallen beim Überblenden in kleine Quadrate. Enttäuscht wird der Zuschauer, wenn er über den analogen Tuner empfängt. Das Bild ist blässlich, unscharf und etwas kontrastarm. Gute DVD-Rekorder kommen dagegen auch mit analogem Empfang zurecht. Am Ton des Aldi-Rekorders ist immerhin auszusetzen.

Strukturiertes Arbeiten

Nutzerfreundlich ist das Inhaltsverzeichnis der gespeicherten Aufnahmen. In einem Vorschaubild sind sechs Fensterchen frei, die mit den Startbildern der jeweiligen Sendung gefüllt werden. Der Nutzer kann die Aufnahmen auch einzelnen Ordnern (Kategorien) zuweisen. Im Test hat der Aldi-Rekorder viele Sendernamen sofort erkannt und angezeigt. Weitere Einstellungen wie Untertitel, Sprache oder Bildschirmformat lassen sich im übersichtlichen Setup-Menü vornehmen. Die Menüs sind übersichtlich und klar. Eine Universalfernbedienung steuert alle Funktionen. Mit ihr kann der Zuschauer auch noch vier weitere Geräte bedienen, etwa den Fernseher, den Satellitenempfänger und die Musikanlage. Mit einem Kode, den die übersichtliche Gebrauchsanleitung enthält, lassen sich die Geräte unkompliziert von der Fernbedienung übernehmen.

Kein Stromfresser

Der Aldi-Rekorders verbraucht relativ wenig Strom. Eine Stromsparfunktion für den Stand-by-Modus reduziert den Energieverbrauch von 2 Watt auf unter 1 Watt. Beim Abspielen und Aufnehmen verlangt der Rekorder knapp 24 Watt.

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