DVD-Rekorder von Aldi Schnelltest

Discounter können ihre Kunden mit DVD-Rekordern nicht mehr überraschen. Gute Geräte gibts genügend. Angebote sind höchstens interessant, wenn die Rekorder richtig günstig sind. Aldi versuchts ab Montag mit dem Tevion DRW-1000 im Slimline-Design für 199 Euro. Unschlagbar günstig ist das nicht. Penny hat vor wenigen Wochen einen DVD-Rekorder für 20 Euro weniger angeboten. Der taugte allerdings wenig. Der Aldi-Rekorder ist besser. Ein Schnelltest Ende letzten Jahres hats gezeigt. Da gabs einen Tevion DRW-1000 schon mal. Allerdings für den doppelten Preis.

Kein Tiefstpreis

Eins ist klar: Der Tevion DRW-1000 ist unter den Discounterangeboten kein Preishammer. Penny brachte Anfang August den Lite-On LVW-5001B für 179 Euro in die Regale. Eine Woche darauf setzte Real den gleichen Rekorder für 222 Euro in die Angebotsprospekte. Im aktuellen DVD-Rekorder-Test 09/2004 liegt auf dem zweiten Platz der „gute“ Neckermann Palladium für 280 Euro.

Etwas dunkel und bunt

DVD-Rekorder können Filme in verschiedenen Qualitäten aufnehmen. Bei hoher Qualität entstehen auch große Datenmengen. In der höchsten Aufnahmequalität HQ passt auf einen Rohling nur eine Stunde Film. Dafür sind die Bilder in der Regel gestochen scharf. Vier Stunden Film schafft der DVD-Rekorder in der minderen Qualität EP. In HQ-Qualität macht das Aldi-Gerät ein wirklich gutes Bild. Die Tester sahen sogar etwas weniger Bildfehler als beim Philips DVD-R75. Allerdings gibt der Tevion in allen Aufnahmestufen das Aufgezeichnete etwas zu dunkel und in zu kräftigen Farben wieder.

Viel Anschluss bekommen

An Anschlussmöglichkeiten für Audio und Video mangelt es dem Tevion DRW-1000 nicht. Alle gängigen Videoformate lassen sich zum DVD-Rekorder überspielen. Im Audiobereich lässt sich das Aldi-Gerät auch nicht lumpen: Dolby-Digital gibt der Tevion im 6-Kanal-Modus aus und ebenso gibt er MP3 und WMA wieder. Über den Firewire-Eingang an der Vorderseite des Geräts lassen sich viele Camcorder und Computer anschließen.

Der Weg ist nicht das Ziel

Die Schwächen des Aldi-Angebots: Die Bedienung des Tuners ist umständlich. Das Setup erfolgt nicht automatisch. Der Weg zur automatischen Programmsuche führt über mehrere Menuebenen und ist alles andere als intuitiv. Der Frust geht weiter: Hat der Tuner alle Sender gefunden, bleibt als Ergebnis eine Senderliste ohne Bild und Senderkürzel. Beim Sortieren ist Handarbeit gefragt: Ohne Zettel und Stift läuft gar nichts.

Zappen für Gemütliche

Wer gerne zappt, kriegt beim Tevion leicht die Krise. Es dauert circa drei Sekunden, um von Programm zu Programm zu wechseln. Zudem sind die Vorwärts- und Rückwärts-Kanaltasten auf der Fernbedienung ungewöhnlich angeordnet: Die Plustaste ist links und die Minustaste rechts. Wie der Zuschauer vom TV- zum DVD-Betrieb zurückkehrt, bleibt auch nach Lektüre der Anleitung ein Geheimnis. Kleiner Tipp: Die Stop-Taste ist die Lösung.

Nicht ganz fehlerfreies Spiel

Die acht DVDs zum Test der Lesekorrektur bei Fehlern spielte der Tevion zwar ab. Aber auch nur gerade so. Weder besonders gut, noch besonders schlecht. Wenn allerdings ein Fehler auftrat, dann störte er stark. Abgespielt werden können folgende Formate: DVD-R, DVD-RW, DVD+R, DVD+RW, Audio-CD, CD-R, CD-RW, SVCD, VCD und CD-Roms mit JPEG-, MP3, WMA- und Wave-Dateien. DVD-Ram, SuperAudio-CD und DVD-Audio liest er hingegen nicht. Ein erfreuliches Testergebnis gab es noch, wenn der DVD-Rekorder ruht: Im Standbybetrieb braucht das Gerät nur 2,5 bis 3 Watt Stromverbrauch.

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