DVD-Player von Penny Schnelltest

Der Preisverfall unter den DVD-Playern geht weiter: Für nur 39,95 Euro bietet Penny ein Gerät von Red Star an. Den gleichen Player gabs vor etwa einem halben Jahr schon einmal als Angebot. Die Papierform ist für diesen Preis überzeugend. Das Slimline-Modell liest alle üblichen Formate: DVDs, Audio-CDs oder Foto-CDs. Auch die Ausgänge können sich sehen lassen: ob Scart, optisch, koaxial oder Cinch. Im aktuellen DVD-Player-Test 12/2004 gab es gute Geräte ab 67 Euro. Vorzeitiges Fazit: Der Red Star von Penny ist ein Schnäppchen.

Grün hinterm Spiegel

Der Red Star macht einen schnittigen Eindruck. Das Slimline-Gehäuse ist inklusive Füße nur 57 Millimeter hoch. Die Front ist komplett verspiegelt, die Knöpfe und die Schublade für die Silberscheiben schmal gehalten. Das ambitionierte Design beeinträchtigt ein wenig die Funktionalität: Wer mit etwas dickeren Fingern die Tasten an der Vorderseite bedient, trifft gelegentlich zwei Knöpfe. Zudem fehlen die Skip-Tasten. Erst wenn Penny-Kunden den Player anschalten, sehen sie auf der rechten Seite das hellgrüne Display. Die Zahlen und Buchstaben leuchten hellgrün hinter der Spiegelverkleidung.

Ruhige Umdrehungen

Beim Drücken des stabilen Open/Close-Knopfs rauscht die flache Schublade schnell raus und rein. Hat der Red Star die Silberscheibe geschluckt, liest er sie relativ rasch. Bei den Formaten ist der Red Star nicht wählerisch: Er kommt klar mit gekauften und gebrannten DVDs und CDs in Plus- und Minusformaten, MP3-Scheiben und auch Foto-CDs mit jpeg-Dateien. Selbst mit fehlerhaften DVDs hat das Penny-Angebot keine Probleme.

Bild nur „gut“

Eines haben mittlerweile viele DVD-Player: eine „sehr gute“ Bildqualität. Im Vergleichstest DVD-Spieler 12/2004 schafften in diesen Prüfpunkt neun von fünfzehn Playern eine Eins. Der Red Star aus dem Penny-Regal hinkt hier etwas hinterher: Die Bildqualität ist nicht auf höchstem Niveau, aber immer noch gut. In der Grundeinstellung ist das Bild etwas zu dunkel und die Kanten sind etwas überzeichnet. Durch das Anpassen der Kontrast-, Helligkeit- und Farbeinstellung können DVD-Gucker das Bild allerdings verbessern. Ein Vorteil des Red Star: Es treten keine digitalen Artefakte auf, also ruckelt und zuckelt das Bild nicht. Bei billigen DVD-Playern kommt das häufiger vor. Etwas unschön: Die Zeitlupe rückwärts fehlt. Dafür kann der Kunde zwischen sechs Geschwindigkeitsstufen vorwärts wählen.

Ordentlicher Ton

Der Sound des Red Stars ist völlig in Ordnung. Wenn man den Surroundton auf Stereoton „heruntermischt“, klingt das Gerät etwas basslastig. Eine interessante Funktion: Der Red Star liefert den dts-Ton auch über den anologen Ausgang. Allerdings gibts beim Sound auch ein echtes Manko: Dem Gerät fehlen Kopfhörerausgänge.

Von Netz getrennt

Der Red Star hat einen echten Netzschalter. Das ist erfreulich und keineswegs Standard. Wird das Penny-Angebot mit dem Power-Knopf ausgeschaltet, dann ist es auch wirklich aus. Das heißt, der Spieler verbraucht in diesem Zustand Null Watt. Weniger umweltfreundlich ist der Stand-by-Betrieb. Den erreichen Käufer, indem sie den roten Knopf auf der Fernbedienung drücken. Dann frisst der Red Star immerhin 5,6 Watt Strom - im Vergleich zur Konkurrenz ein hoher Wert.

Wenig Infos in der Anleitung

Die Bedienungsanleitung enttäuscht. Zwar erklärt sie mit Hilfe großer Screenshots Installation und Menuführung. Aber einerseits steckt sie voller Fehler und andererseits fehlen echte Informationen, wie etwa über die vielfältigen Einstellmöglichkeiten im Setup-Menü. Die Fernbedienung hilft all denjenigen, die die Tasten auf der Frontseite des Geräts nicht getroffen haben. Allerdings ist auch sie nicht optimal gestaltet: Die Knöpfe sind schlecht platziert.

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