DVD-Player von Aldi-Nord Schnelltest

Sie haben das Produkt bestimmt, und test.de hat getestet. Ergebnisse zum DVD-Spieler für 49,99 Euro von Aldi-Nord wünschten sich über 49 Prozent und damit die ganz große Mehrheit der test.de-Leser. Hier sind die Ergebnisse.

Aufpreis für Extras

Einfache DVD-Spieler gibts schon für 30 Euro. Das Gerät von Aldi-Nord kostet 20 Euro mehr, hat dafür aber auch HDMI-Anschluss, Speicherkarten-Lesegerät, USB-Buchse und Analog-Ausgänge für 5.1-Surroundsound. Das kostet extra.

Bilder mit Berechnung

Hochaufgelöste Bilder kommen mit dem Aldi-DVD-Player trotz HDMI-Anschluss nicht auf den Schirm. Das Gerät kann nur herkömmliche DVDs abspielen. Bei Blu-Ray-Disks mit hochaufgelösten Filmen bleibt der Bildschirm dunkel. Immerhin kann der Aldi-Player Normal-DVD-Bilder auf jedes HD-Format hochrechnen. Das bringt nicht mehr Auflösung, aber die Bilder wirken schärfer. Sinn hat das allerdings nur mit Full-HD-Fernseher. Bei Anschluss eines Fernsehers mit weniger Auflösung würde der Fernseher die vom DVD-Spieler mühsam hochgerechneten Bilder wieder auf seine Möglichkeiten zurecht stutzen. Bei solchem Hin- und Herrechnen geht Bildqualität verloren. Optimale Bilder gibts nur, wenn DVD-Spieler und Fernseher passend zueinander eingestellt sind.

Reichlich Schärfe

Keine Abstriche müssen Aldi-Käufer bei der Bildqualität machen. Selbst teure High-End-Geräte haben keinen sichtbaren Vorsprung. Sowohl im RGB-Modus als auch über den HDMI-Anschluss liefert der Billig-Player von Aldi einwandfreie Bilder. Nur HD-Videos von Blu-Ray-Disks sind bei Einsatz eines guten Full HD-Fernsehers noch eine Klasse besser. Auch bei der Tonqualität gibts nichts zu meckern. Kleine Einschränkung: Die höchstmögliche Lautstärke über den Kopfhöreranschluss ist bescheiden. Außerdem stören Laufwerksgeräusche und ein leichtes Rauschen.

Schwächen bei der Bedienung

Bei der Bedienung leistet sich Medion allerdings gleich mehrere Schwächen. Die Beschriftung der Tasten auf der Frontseite ist schlecht lesbar und der Stand-by-Schalter verwechselungsanfällig platziert. Auch die Anschlüsse auf der Rückseite sind kaum lesbar beschriftet. Die Fernbedienung kann zwar außer dem DVD-Spieler noch vier weitere Geräte steuern, doch die Programmierung dafür ist reichlich kompliziert. Noch dazu sind die Tasten ziemlich klein. Die Bildschirmmenüs sind unscharf und schlecht lesbar und an einigen Stellen auch nicht logisch. Außerdem ist das Gerät leicht und sind die Füße nicht besonders griffig. Die Folge: Schon bei leichtem Druck verrutscht der DVD-Player.

Warten auf Daten

Schnell ist der Aldi-DVD-Player nicht. Nach dem Druck auf den Stand-by-Schalter vergehen stets mehrere Sekunden, bis das Gerät einsatzbereit ist. Weitere Wartezeiten produziert vor allem der USB-Anschluss. Je mehr Speicher angeschlossen wird, um so länger braucht das Gerät, um sich einen Überblick zu verschaffen. Beim Anschluss einer 250 GB-USB-Festplatte vergehen über zwei Minuten, bis die Video- und Audio-Dateien darauf ansteuerbar sind.

Schalter kaum erreichbar

Beim Stromverbrauch verhält der Aldi-DVD-Player sich korrekt. 8 Watt im Betrieb sind wirklich gut und knapp 2 Watt im Stand-by halbwegs in Ordnung. Schön eigentlich: Einen richtigen Netzschalter gibts auch. Allerdings: Er nützt wenig bis gar nichts, da Aldi-Hauslieferant Medion ihn auf der Gehäuserückseite platziert hat. Da ist er je nach Aufstellung schlecht oder überhaupt nicht erreichbar. Erfreulich: Im Karton steckt ein vollständig beschaltetes Scart-Kabel. Allerdings: Optimales Bild bekommen Käufer des Geräts damit nur, wenn sie zuvor die Geräteeinstellung für den Scart-Anschluss von FBAS auf RGB ändern.

Im Vergleich: DVD- & Blu-Ray-Player

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