DVD- & Festplattenrekorder von Aldi Schnelltest

Wenn die Arbeitszeit nicht zum Fernsehprogramm passt oder sämtliche Folgen der Lindenstraße ins Archiv sollen, ist ein DVD-Rekorder mit Festplatte richtig. Ein passendes Gerät gibts von Mittwoch an bei Aldi-Süd, nachdem Aldi-Nord schon in der vergangenen Woche vorgelegt hatte. Der Aldi-Rekorder hat eine 250 Gigabyte große Festplatte und einen Brenner, der so ziemlich jeden DVD-Rohling beschreiben kann, und kostet 299 Euro. test.de hat bei Aldi-Nord eingekauft. Der Schnelltest klärt, ob der Rekorder ein gutes Bild abgibt und sich anständig bedienen lässt.

Süd-Angebot entspricht Nord-Rekorder

Aldi-Hauslieferant Medion versichert: Der von Mittwoch an bei Aldi-Süd angebotene Rekorder ist technisch identisch mit dem Aldi-Nord-Angebot von vergangener Woche, auch wenn der Süd-Rekorder mit dem Markennamen Tevion gekennzeichnet ist, während er Norden als Medion-Gerät daher kam.

Empfang nur analog

Im Rekorder steckt ein normaler Analog-Tuner. Er ist für das herkömmliche Antennen- und Kabelfernsehen geeignet. Wo nur noch DVB-T zu empfangen ist, muss ein Extra-Empfänger her. Zu beachten: Wer gleichzeitig aufnehmen und gucken will, braucht zwei DVB-T-Boxen oder ein Gerät mit zwei Empfangsmodulen. Ansonsten gilt: Die Ausstattung ist wie gewohnt vollständig und umfasst auch die wichtigsten Kabel.

Sortieren ohne Mühe

Keine Überraschungen auch bei der Bedienung: Beim ersten Einschalten fragt das Gerät die Grundeinstellungen ab und startet einen Sendersuchlauf. Die ARD landet automatisch auf Programmplatz 1 und das ZDF auf 2. Falls Korrekturen erwünscht sind: Kein Problem. Die Senderliste lässt sich jederzeit problemlos ändern. Die Bedienung macht auch sonst kaum Mühe. Die Menüs sind zwar nicht völlig logisch aufgebaut. Dennoch werden sich auch Rekorder-Neulinge schnell zurecht finden. Kleine Einschränkung: Die Fernbedienung könnte übersichtlicher sein. Die verschiedenen Tasten ließen sich leichter identifizieren, wenn Medion ihnen ein Farbkonzept verpasst hätte.

Aufnahmen mit Komfort

Das Programmieren von Aufnahmen gelingt auf Anhieb. Zur Verfügung stehen Showview und VPS, so dass auch Verschiebungen im Programm nicht zu Fehlaufnahmen führen müssen. Bei der Serienprogrammierung bleibt der Rekorder aus dem Aldi-Angebot allerdings hinter vielen Markengeräten zurück: Als Rhythmus stehen nur wöchentliche oder tägliche Aufnahmen von Montag bis Freitag zur Wahl. Sonst gibts nicht zu auszusetzen. Flott sind die Aufnahmen auf Festplatte von Werbung befreit und fertig fürs Archiv. Noch beim Kopieren lässt sich die Qualität so verringern, dass auch Spielfilme mit Überlänge auf eine DVD passen.

Bilder mit Schärfe

Bei der Bildqualität leistet sich der Aldi-Rekorder bei Einstellung der höchsten Aufnahmequalität nur kaum sichtbare Schwächen. Im direkten Vergleich zur Original-Bildquelle ist ein ganz leichter Gelbstich erkennbar. Doch das stört kaum. Nur die besten Markengeräte aus dem Vergleichstest aus test-Heft 12/2006 liefern noch etwas bessere Bilder. Auch bei Einstellung der zweiten und der dritten Qualitätsstufe sind die Bilder vom Aldi-Rekorder noch ganz ansehnlich. Statt einer passen dann zwei oder vier Stunden auf eine DVD und 129 und 251 statt 66 Stunden auf die Festplatte. Nicht überzeugend gelingen Aufnahmen im MPEG4- statt des sonst üblichen MPEG2-Formats. Sie brauchen sehr viel weniger Speicherplatz, liefern aber auch sichtbar weniger Bildqualität.

Korrektur mit Schwächen

Ganz zum Schluss der Messungen im test-Labor leistet der Rekorder sich doch noch eine Schwäche: Die Fehlerkorrektur funktioniert nur bescheiden. Gerade mal 5 der 8 Fehler-DVDs schafft er ohne Störungen. Auch von den 8 für test-Zwecke zerkratzten Audio-CDs schafft er nur vier. Das kann die Konkurrenz zum Teil erheblich besser.

test-Kommentar: Massenspeicher
Technische Daten & Ausstattung: Im Überblick

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